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Brutaler Überfall auf Tankstelle im MK: Waren es Serientäter?

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Von: Markus Wilczek

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Die Aral-Tankstelle in Altena wurde am Montagabend überfallen.
Die Aral-Tankstelle in Altena wurde überfallen. © Jona Wiechowski

Nach dem brutalen Raubüberfall am Montagabend auf die Aral-Tankstelle an der Bundesstraße 236 in Altena prüft die Polizei aktuell einen möglichen Zusammenhang mit einer Raubüberfallserie in Lüdenscheid.

Altena - „Die Ermittlungen laufen allerdings noch. Auch das Videomaterial aus dem Verkaufsraum der Tankstelle wird noch gesichtet und ausgewertet“, sagte Polizeisprecherin Wibke Honselmann auf Anfrage der Redaktion. Sie hofft im Laufe der nächsten Woche auf erste konkrete Ergebnisse. Zeugen, die am Montagabend gegen 22.50 Uhr Verdächtiges im Bereich der Tankstelle beobachtet haben, bittet die Polizeisprecherin, sich weiterhin unter Tel. 0 23 52 /9 19 90 bei der Wache in Altena zu melden.

Zwei Täter hatten sich zunächst kurz im Verkaufsraum umgesehen und handelten dann schnell, nachdem sie festgestellt hatten, dass sich keine Kunden dort befanden. Ein Täter stieß eine der Mitarbeiterinnen, die gerade Waren in ein Regal räumte, brutal zu Boden und verletzte die 27-Jährige dabei. Der andere Täter bedrohte die 24-jährige Kassiererin mit einem Messer, griff in die Kasse und erbeutete Münzgeld und Scheine. Anschließend flüchtete das Duo.

Ähnlichkeiten zu Überfallserie in Lüdenscheid

Das Vorgehen und auch die Täterbeschreibungen, beide sollen etwa 17 bis 20 Jahre alt und 1,70 bis 1,75 Meter groß sein, weisen Ähnlichkeiten zu einer Raubüberfallserie in Lüdenscheid auf. Dort hatten die Täter zuletzt Ende Mai in einem Laden an der Schützenstraße zugeschlagen, dabei den Ladeninhaber ebenfalls zu Boden geschubst und mit einer Waffe bedroht. Nachdem die Männer in die Kasse gegriffen hatten, traten sie die Flucht an. Das Alter der Täter wurde auf 18 bis 24 Jahre geschätzt und auch die Größenangaben differieren nur geringfügig.

Zuvor hatte es in Lüdenscheid bereits ähnliche Überfälle auf einen Edeka- und einen Lidl-Markt in Brügge, auf den Hit-Markt in der Worth und eine Bäckerei an der Parkstraße gegeben. Ob alle möglicherweise auf das Konto einer Tätergruppe gehen, prüft jetzt die Polizei.

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