Broschüre kostenlos erhältlich

Broschüre „Erlebnis-Orte“: Perlen im WasserEisenLand

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An der Spitze des Vereins steht Stephan Sensen (2. v. l.), hier im Kettenschmiedemuseum Fröndenberg.

Altena - Nicht ohne Stolz verkündete es Friedrich-Wilhelm Klinke beim Kramrühren in Evingsen: Neben der perfekt erhaltenen Drahtrolle am Hurk ist in der dritten Auflage der Erlebniskarte „WasserEisenLand“ nun auch die Drahtrollenroute aufgeführt. Sie steht an Platz 1 der Wanderwege und Lehrpfade zu Bodendenkmalen in der regionalen Kulturlandschaft.

Das ist allerdings auch der alphabetischen Reihenfolge der Karte geschuldet, worin die Stadt Altena bei all ihren Sehenswürdigkeiten Spitzenpositionen erreicht. Die Drahtrollenroute zählt zu den ganz neuen Attraktionen der Industriekultur in Südwestfalen.

Im Springer Tal erfahren Spaziergänger alles Wissenswerte über die elektrische Kleinbahn, die Eisenbergwerke und die Erzeugung von Eisen, die Drahtrollen Beisenkamp, Eckboom, Up dem Hecking, Leier, Engel, Schelten, Post, Ossenberg, Hülhof, Am Hurk und natürlich die all diese Industriebetriebe nährende Springer Quelle.

Seit Eröffnung hat der Heimatvereinsvorsitzende Klinke zahlreiche Gäste über den Lehrpfad geführt. Mit Hilfe des Vorsitzenden der Initiative „WasserEisenLand“, Stephan Sensen, war der Weg zu Fördermitteln für die Errichtung der Tafeln geebnet. Sensen lobte bei der Eröffnung: „Das hier ist ein offenes Buch der Industriegeschichte!“ Die von Sensen geleiteten Museen der Burg Altena und das Deutsche Drahtmuseum haben schon lange einen Platz in der Übersichtskarte für Technikerlebnisse im Sauerland und Siegerland.

 49 weitere Museen sind darin aufgeführt. Hinzu kommen 27 Talsperren und Staumauern (Die Fuelbecke ist natürlich dabei!) sowie 26 Wanderwege und Lehrpfade. Technikerlebnisse für die ganze Familie sind von Altena aus schnell erreicht. Im Märkischen Kreis finden sich die Luisenhütte in Balve-Wocklum und das Hemeraner Felsenmeer. In Herscheid locken der Ahe-Hammer und die Märkische Museumseisenbahn. In Iserlohn empfehlen sich Besichtigungen in der Fabrikanlage Maste-Barendorf, im Stadtmuseum, die Sammlung zum Thema Städtereinigung und -entsorgung und die Kornbrennerei Bimberg. Kierspe trumpft auf mit dem Bakelit-Museum und dem Schleiper Hammer. Viel Industriekultur in Lüdenscheid bietet das Stadtmuseum an.

Die Meinerzhagener Kulturfreunde halten die Knochenmühle in Schuss und die Mendener ihr Industriemuseum. Erwandern lässt sich Industriekultur auch vorzüglich auf dem Drahthandelsweg, der Lüdenscheid, Altena und Iserlohn verbindet. Wer einen kürzeren Spaziergang vorzieht, dem ist der Balver Bergbauernwanderweg ans Herz gelegt und auch die Sauerland Waldroute in Hemer.

„WasserEisenLand“ hat umfangreiche Begleitliteratur auf den Markt gebracht zu sämtlichen Attraktionen: „Heiße Eisen“ ist als Planungshilfe für Ausflüge erschienen und für 14.95 Euro im Buchhandel erhältlich. Sagenhafte und wahre Geschichten zur Eisenstraße Südwestfalen, begleitet vom kinderfreundlichen Maskottchen Fritz Dachs, sind ebenfalls für 14,95 Euro zu erwerben.

Die Broschüre „Erlebnis-orte“ ist kostenlos in allen beteiligten Kommunen des WasserEisenLands erhältlich. Zudem gibt es die Festivalreihe „Live in den Fabrikskes“ ,in der die oft nur von wenigen „Männeken“ betriebenen Firmen ihre Tätigkeit wieder aufnehmen und Gästen zeigen, wie Südwestfalen sich durch die Arbeit in kleinen Klitschen zum Top-Industriestandort mauserte. Der Heimatverein Evingsen schließt sich an dieses Konzept an und etabliert in diesem Jahr offene Sonntage in der Drahtrolle Am Hurk: Am jeweils letzten Samstag im Monat wird ab April von 14 bis 17 Uhr gezeigt, wie Draht hergestellt wurde. Der Ziehstein dreht sich dann.

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