Briefmarkenfreunde haben Santa in vielen Variationen

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Heinz Gerd Rump, Vorsitzender der Altenaer Briefmarkenfreunde: St. Nikolaus ist eher selten auf Briefmarken zu finden.

ALTENA - Den Mann „im roten Mantel“ mit Bart und Jutesack kennt jedes Kind. Und in (fast) jedem Haushalt wird heute ein Stiefel vor der Tür gestanden haben, es ist schließlich der 6. Dezember, also Nikolaustag!

Heinz Gerd Rump, Vorsitzender der Briefmarkenfreunde Altena, hat den „heiligen Mann“, denn als solches gilt der Bischof von Myra seit dem vierten Jahrhundert, sogar ganzjährig im Haus. Er, aber auch viele seiner Vereinskameraden, haben nämlich in ihren Alben auch Briefmarken von „Santa“, wie Nikolaus vorwiegend in den anglikanischen Ländern genannt wird, zusammen getragen. „Es ist schon selten, dass zum 6. Dezember Briefmarken auflegt werden“, sagt Rump. Dennoch: Ein Griff in sein gut geführtes Archiv genügte und er präsentierte gleich mehr als 40 Marken aus „aller Herren Länder.“ Obwohl – aus aller Herren Länder ist nicht ganz richtig. „Da es sich um einen christlichen Heiligen handelt, sucht man Nikolaus-Briefmarken in Asien, Afrika und vielen muslimischen Ländern vergeblich.“ Und in Amerika ist Nikolaus gleich der Weihnachtsmann und bringt Heilig Abend mit seinen Rentieren die Geschenke. So sind die Darstellungen auf den Marken eher poppig, denn würdevoll: Nicht wie bei uns in rotem Bischofsmantel mit Mitra und Stab: Der US-Weihnachtsmann hat immer „einen dicken Bauch und weißen Rauschebart“. Er kommt als Geschenkebringer durch den Kamin oder wird sogar mit Comic-Figur Goofy dargestellt. Von Rentier Rudolf Rotnase oder Santa in der Zwergen- und Elfen-Geschenkewerkstatt-Marken ganz zu schweigen. Rump: „Nur in Europa gibt es St. Nikolaus-Postwertzeichen, sonst haben sie Seltenheitswert.“

von Johannes Bonnekoh

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