Helfen per Briefmarke: Kirche sammelt für Bedürftige

Sammelbox in der Kirche: Die Marken sind für ein Missionsprojekt bestimmt.

Altena – Briefmarken kommen aus der Mode - und tun doch viel Gutes. Die Pfarrei St. Matthäus sammelt sie für Notleidende in Indonesien.

Gleich neben einem der Weihwasserbecken steht im Foyer der St.-Matthäus-Kirche eine Acrylglas-Box. In diesem Behältnis sammelt die katholische Gemeinde für die Suma-Mission in Indonesien gestempelte Briefmarken. 

Kloster sammelt Marken

Wann genau sich die Katholiken der Burgstadt entschlossen, dieser Aktion beizutreten, ist schwierig herauszufinden. „Als ich als Pfarrer nach Altena gekommen bin – und das liegt nun schon mehr als ein Jahrzehnt zurück – gab es das schon“, erläutert Pfarrer Ulrich Schmalenbach. 

Sein Pfarrbüro hält dennoch auch in seinem Sinne ein waches Auge auf die kleine, unscheinbare Sammelstation und schickt die Marken, wann immer die Box voll ist, an Bruder Albert Eickenbusch. 

Der fungiert als Leiter der deutschlandweiten Briefmarkenaktion und gehört zur Gemeinschaft der Redemptoristen in einem Kloster bei Bonn. „Wie die vielen Körner ein Brot werden“, heißt es in einem altchristlichen Gebet, „so bilden die vielen Christen die eine Kirche“, schreibt der Mönch in einem Aushang am Acrylglas-Kasten. 

7500 Euro für guten Zweck

Die Briefmarkensammler bezeichnet er als „große Gemeinschaft im Dienst der Menschen auf Sumba“. Seit den 1950er Jahren engagiert sich das Redemptoristen-Kloser Bonn für die Menschen in Indonesien. Allein im Jahr 2018 – das sind die aktuellsten Zahlen, die verfügbar sind – kamen durch die Aktion Briefmarken für die Mission mehr als 7500 Euro zusammen. 

„Eine Summe, die vor Ort in viele Projekte geflossen ist und so großes Leid lindern helfen konnte“, sagt Bruder Albert Eickenbusch. Die Sammelaktion ist bundesweit verbreitet. Leider schwächelt sie etwas, weil die Zeit der Briefmarken in Zeiten von E-Mail, WhatsApp und Twitter offenbar wie das Briefe- oder Postkartenschreiben deutlich zurückgehen.

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