Massive Rauchentwicklung

Feuer am Markaner: Brandherd im Kinderzimmer

ALTENA - Zum vierten Mal innerhalb eines Monats musste die Feuerwehr am Freitag zu einem schweren Brand ausrücken. Diesmal war besondere Eile geboten: Ein dicht verrauchtes Treppenhaus schnitt neun Bewohnern des Hauses Lennestraße 2 den Fluchtweg ab. Dementsprechend dramatisch gestalteten sich die ersten Minuten des Einsatzes.

Von Thomas Bender

Die Drehleiter ging zuerst am Markaner in Stellung. Von dort aus holte sie zwei junge Männer aus einer Wohnung im ersten Stock. Dann musste sie umgestellt werden, weil die übrigen Brandopfer nur von der Rückseite des Gebäudes aus – also von der Lennepromenade –  erreicht werden konnten.

Zuerst holte die Wehr eine Mutter mit ihrem Kind aus dem Dachgeschoss, später dann noch zwei Erwachsene aus den unteren Wohnungen. Drei Bewohner wurden von der Feuerwehr durch das Treppenhaus nach draußen geleitet. Weil anzunehmen war, dass die in dem Haus eingeschlossenen Menschen Rauchvergiftungen erlitten hatten, wurden neben Feuerwehrleuten auch etliche Sanitäter zum Einsatz gerufen.

Neben denen der Altenaer Feuerwehr und des DRK wurde auch der Lüdenscheider Rettungsdienst alarmiert, der mit zwei weiteren Rettunsgwagen vor Ort war.

Bilder vom Feuerwehr-Einsatz

Brand an der Lennestraße in Altena

Während die Erwachsenen leicht verletzt davon kamen, wurde das Kind mit einer schweren Rauchvergiftung in die Lüdenscheider Kinderklinik gebracht. Weil die Drehleiter für die Menschenrettung gebraucht wurde, mussten sich die Feuerwehrleute mit Steckleitern Zugang zum Brandherd verschaffen, andere drangen unter schwerem Atemschutz durch das Treppenhaus ein.

Lokalisiert wurde der Brandherd in einem Kinderzimmer im ersten Stock des Hauses. Während die Flammen auf diesen Teil des Gebäudes beschränkt blieben, durchdrang der dichte Rauch alle fünf Etagen. Das Gebäude gilt deshalb als unbewohnbar. Mitarbeiter des Ordnungsamtes waren vor Ort, um sich um die Unterbringung der Mieter zu kümmern.

Feuer-Serie in Altena:

Wohnung in der Innenstadt fängt Feuer

Schweißgerät entflammt Dach in Dahle

Brand stellt Feuerwehr vor große Probleme

In dem kürzlich erst renovierten Wohn- und Geschäftshaus leben gut ein Dutzend Menschen. Für die Feuerwehr war der Einsatz auch deshalb eine besondere Herausforderung, weil bei solchen „Tagesbränden“ nicht immer genug Einsatzkräfte zur Verfügung stehen.

Als die Ehrenamtlichen des Zugs Stadtmitte eingetroffen seien, habe schnell festgestanden, dass es an Atemschutzträgern mangele, erklärte Udo Winter, Leiter der Feuer- und Rettungswache. Deshalb wurde sofort auch Alarm für Dahle und Evingsen ausgelöst, später wurde noch der Zug Rahmede alarmiert.

Während der Löscharbeiten war die Lenneuferstraße gesperrt, auf der B 236 bildete sich ein langer Stau.

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