Für Tanja Noelle sollte die Kinderwelt eine Bewegungswelt sein

„Breitensport wird wichtiger“

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Kinder benötigen viel Bewegung - die Disziplin Weitsprung macht ihnen dabei bestimmt Freude.

Altena - Sie hatten ihren großen Spaß, waren mit Begeisterung bei der Sache und lösten verschiedene Übungen nahezu spielerisch. Sie – das sind Altenas kleine Leichtathleten, die beim von der LG Altena ausgerichten Kinderleichtathletiktag in der vergangenen Woche ihr Können unter Beweis stellten. Bewegungsmangel? Probleme beim Ballwerfen oder beim Springen? Von wegen...

Weitsprung-Staffel, Team-Biathlon, Schlagwurf oder Stadioncross – so hießen einige der Stationen, die die Mädchen und Jungen der Altersklassen U8 bis U12 besuchten. Es war egal, ob Philipp fünf Zentimeter weiter warf als Florian. Egal, ob Pauline etwas schneller lief als Mia. Es ging darum, dass sie geworfen haben, sie gelaufen oder gesprungen sind. Spaß hatten am Sport, an der Bewegung. Nicht allein, sondern mit Gleichaltrigen. Im Team. Letztlich waren alle Sieger, die dabei waren. „Bewegung ist das A und O – auch schon in jungen Jahren“, sagt Tanja Noelle, die als Sportwartin der LG Altena natürlich dabei war beim Kinderleichtathletiktag.

Schwitzen - im Bild dieses Mal ein Erwachsener - gehört beim Sport unbedingt dazu.

Noelle ist aber viel mehr als Sportwartin der LG. Sie ist selbst begeisterte Sportlerin, erfahrene Übungsleiterin beim MTV Altena und auch Sportabzeichenbeauftragte im Altenaer Stadtsportverband. Eine, die sich auskennt im Breitensport. Eine, die weiß, wie wichtig Trainingsarbeit mit Kindern ist. Geht es nach Tanja Noelle, dann könnten es gar nicht genug Kinder oder Heranwachsende sein, die die Prüfungen zum Erwerb des Sportabzeichens ablegen. Die zu erbringenden Leistungen orientieren sich primär an den motorischen Grundfähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. „Beim Sportabzeichen werden unterschiedliche Anforderungen gestellt. Laufen, Springen, Werfen oder Schwimmen – es ist sehr vielfältig“, so Noelle. Vorbereitung, Training und Prüfung für das Sportabzeichen in der Gemeinschaft stärke zudem das Miteinander.

Sportabzeichenbeauftragte

Und die Sportabzeichenbeauftragte betont, dass Bewegung im Hinblick auf Koordinationsvermögen und Gleichgewichtssinn überaus wichtig sein für die körperliche und geistige Entwicklung Heranwachsender. Die Kinderwelt, sie sollte also eine Bewegungswelt sein. „Heutzutage kann man aber tolle Erlebnisse haben, ohne dabei den Körper einzusetzen“, sagt Tanja Noelle und zielt auf ein mit den Jahren verändertes Freizeitverhalten ab, weist zugleich auf einen erhöhten „Medienkonsum“ hin.

Laufen, Springen, Werfen

Laufen, Springen, Werfen – das geht schließlich auch an der Spielekonsole. Mit möglicherweise höchst unerfreulichen Konsequenzen und motorischen Auffälligkeiten, wenn sich nach der Schule nur noch der Finger bewegt und nicht der Körper. So sollte es natürlich nicht sein. Beim MTV Altena, der in diesem Jahr mit dem TSV Altena zum Sportverein Altena verschmelzen soll, ist Noelle bei einem innerstädtischen Breitensportverein zuhause. „Und das Breitensportangebot“, sagt sie, „wird immer wichtiger. Sportlicher Ehrgeiz ist nicht mehr so angesagt, ist weniger geworden.

Kein Misserfolg

Es gibt im Breitensport keinen Misserfolg wie im Leistungssport, wo der Zweite der erste Verlierer ist.“ Das Gruppenerlebnis, das Wir-Gefühl, wie es beispielsweise die Mädchen und Jungen beim Kinderleichtathletiktag aufgesaugt haben, es wird nach Ansicht Tanja Noelles immer bedeutender. Sehr erfreut zeigte sich die erfahrene Übungsleiterin übrigens, dass die Turnabteilung des TV Städtisch-Rahmede Ende April zum ersten Mal das Kinderbewegungsabzeichen anbot, das Drei- bis Sechsjährige fordert und fördert und sie altersgerecht an sportliche Bewegungsabläufe heranführt (das AK berichtete). „Eine wirklich tolle und wichtige Sache“, so Noelle.

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