Schnelleres Internet auch für Privathaushalte

Wegen Breitbandausbau: Rahmeder sollten Telekom-Brief unbedingt öffnen

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In der Rahmede haben die Tiefbauarbeiten für den Breitbandausbau begonnen.

Altena – Anlieger in der Rahmede bekommen in diesen Tagen Post vom Märkischen Kreis und von der Deutschen Telekom zum Thema Breitbandausbau. „Diese Mitteilungen sind keine Werbebriefe und sollten unbedingt gelesen werden“, betont Sergej Rudsinski, Breitbandkoordinator beim Märkischen Kreis.

Mit den Formularen können sich Unternehmen und auch Privatpersonen für 1000 Megabit pro Sekunde anmelden. Die Leerrohr-Verlegung für die Glasfaser hat in der Rahmede bereits begonnen. Anlieger, die das schnelle Internet brauchen und wollen, müssen die per Post zugestellte Eigentümererklärung unterzeichnet zurückschicken. 

Dann wird ihnen für 800 Euro Erschließungsgebühr ein Anschluss für die Hochleistungsleitungen auf ihrem Grundstück zur Verfügung gestellt. „Man muss den Internetvertrag nicht zwingend bei der Telekom abschließen, sondern kann auch bei einem bereits bestehenden Vertrags-Provider bleiben. Diese Anbieter müssen sich dann mit der Telekom handelseinig werden. Das ist das geltende Open Access-Prinzip“, erläutert Sergej Rudsinski. 

Auch Privathaushalte können sich anschließen

Auch Privathaushalte dürfen sich dem schnellen Internet anschließen: „Die aktuelle Maßnahme ist zwar eine Wirtschaftsförderung, aber umliegende Nachfrager dürfen mitversorgt werden. Das betrifft auch Wohnhaushalte ohne angemeldete Gewerbe“, ergänzt der Breitbandkoordinator. Die Erschließungskosten von 800 Euro gelten auch für diese Interessenten. 

Die Telekom rückt den Tiefbauern, die sich aktuell zwischen Lüdenscheid und Altena bewegen, übrigens nicht auf die Pelle: „Die Straße wird wieder geschlossen, wenn die Leerrohre verlegt sind. Die Glasfasern werden anschließend nur noch durch ganz kleine Öffnungen dort hineingepustet.“ 

Nächster Abschnitt ist der Bereich Steinwinkel/Hütte bis Ortseingang Dahle

Sobald der Breitbandausbau Rahmede abgeschlossen ist, geht es in Altena an anderer Stelle weiter: „Nächster Abschnitt ist der Bereich Steinwinkel/Hütte bis Ortseingang Dahle“, so Rudsinski. Der Umsetzungsabschluss ist für Frühjahr 2020 geplant. Auch für die Privathaushalte ohne industrielle Breitbanderschließung vor der Tür kümmert sich der Kreis um schnelles Internet. Hier konnte das Bundesförderprogramm genutzt werden und der Kreis darf auf eine höhere Fördersumme hoffen. 

Vergabegespräche mit Bietern aus der Telekommunikationsbranche haben bereits stattgefunden. Der Ausbau für kreisweit knapp 44 500 Haushalte wird dann auf der nachhaltigen FTTH-Technologie (Fiber to the home – Glasfaser ins Haus) erfolgen und ermöglicht für jedes Haus einen Gigabit-Anschluss, sofern er gewünscht ist. 

50 Prozent der Kosten trägt der Bund, 40 das Land und zehn die Kommune

Die hohen Investitionssummen werden zu 50 Prozent vom Bund gefördert, das Land Nordrhein-Westfalen finanziert weitere 40 Prozent der Kosten. Die verbliebenen zehn Prozent werden als Eigenanteil von der jeweiligen Kommune getragen. 

Befindet sich die Kommune im Haushaltssicherungskonzept, wird auch der Eigenanteil vom Land übernommen. Zu den öffentlich geförderten Ausbauten des Kabelnetzes kommen dann noch die, die die Telekom (etwa im Bereich Mühlendorf) auf eigene Rechnung durchführt.

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