Ausgaben von 800.000 Euro

Brandschutzbedarfsplan: Feuerwehr Altena muss warten

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Die Feuerwehr bekommt neues Material – wo es zukünftig untergebracht wird, dürfte Bestandteil des neuen Brandschutzbedarfsplans sein.

Altena - Ursprünglich sollte noch in diesem Jahr eine Grundsatzentscheidung darüber getroffen werden, wie die hauptamtlichen Feuerwehrleute in Altena zukünftig arbeiten werden. Aber die Verwaltung ist von ihren zeitlichen Planungen in Sachen Brandschutzbedarfsplan abgerückt.

Auf dieser Entscheidung aufbauend sollte dann ein externes Büro damit beauftragt werden, einen für Altena stimmigen Brandschutzbedarfsplan zu erarbeiten. Er enthält im Normalfall eine Ist-Beschreibung der Feuerwehr, eine Risikoanalyse für das Gemeindegebiet und Sollvorgaben, die definieren, bei welchen Gefahrenlagen wie viele Einsatzkräfte zum Einsatz kommen und wie schnell sie vor Ort sein müssen.

Bei all diesen Überlegungen spielen auch Standorte eine Rolle – vor allem der der Hauptwache. Und genau die nannte Kemper in der letzten Ratssitzung als Grund für die Verzögerung. Die Zustände an der Bachstraße entsprechen nämlich schon lange nicht mehr dem, was heute von einer Feuer- und Rettungswache verlangt wird. Der Betrieb dort ist nur über eine Ausnahmegenehmigung der Bezirksregierung zulässig – und die sei gerade abgelaufen und müsse neu beantragt werden, erklärte der Kämmerer den Kommunalpolitikern.

Das stelle sich gerade als sehr aufwendig heraus und binde so viel Arbeitskraft, dass für die Arbeit am Brandschutzbedarfsplan keine Kapazitäten mehr frei seien. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Deshalb hatte die Verwaltung bei der Aufstellung des Haushaltsplanentwurfes den Brandschutzbedarfsplan und seine Folgen schon auf dem Schirm. Kemper: „Sobald der Brandschutzbedarfsplan steht, wollen wir durch Experten einen konkreten Standort für die Feuerwache suchen lassen, der in dem Suchraum liegen wird, den die Brandschutzplaner vorgeben werden.

Investition in Höhe von 800.000 Euro

Dafür werden im nächsten Jahr Mittel eingestellt, damit wir handlungsfähig sind“. Wie es dann weitergeht, ließ Kemper offen: „Alle weiteren Größen sind zunächst nur Plangrößen, weil vieles natürlich von der Erschließung des Standorts abhängen wird“. Völlig losgelöst vom Brandschutzbedarfsplan sind jene Neuanschaffungen, die Jahr für Jahr dafür sorgen, dass den Einsatzkräften vernünftiges Material zur Verfügung steht.

Dazu gehören auch zwei neue Fahrzeuge, die alleine rund 550.000 Euro kosten werden. Für die Löschgruppe Freiheit soll ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (kurz: HLF) angeschafft werden, das nicht nur für die Brandbekämpfung, sondern auch für die technische Hilfeleistung beispielsweise nach Verkehrsunfällen ausgestattet ist.

Außerdem wird ein neuer Gerätewagen benötigt. Weil auch Funkgeräte, Einsatzkleidung, Atemschutzgeräte und vieles mehr laufend erneuert werden müssen, summieren sich die Ausgaben für die Wehr auf rund 800.000 Euro.

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