Brandschutz-Zentrum im MK: Erste Einheit zieht bald nach Rosmart

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Die Arbeiten am neuen Brandschutzzentrum auf Rosmart laufen. Insgesamt kostet der Neubau rund 22 Millionen Euro.

Es wird schon sauber gemacht im neuen Brandschutzzentrum des MK im Gewerbepark Rosmart. Die ersten Fahrzeuge kommen bald.

Altena/Werdohl/Lüdenscheid– Allerdings sind die Gebäudereiniger erst in einem vergleichsweise kleinem Teil des riesigen Komplexes tätig. Der Märkische Kreis hat dort nämlich auch eine Halle bauen lassen, die vom eigentlichen Brandschutzzentrum räumlich getrennt ist. Ende des Monats ist dort Bauabnahme, am 23. September soll der Neubau dann seiner Bestimmung übergeben werden. 

Die Halle hat zwei Funktionen: Zum einen werden dort Ersatzfahrzeuge für den Rettungsdienst geparkt, zum anderen steht dort ein Krankentransportwagen (KTW), deren Besatzung tagsüber den Krankentransport speziell im Südkreis unterstützt. Dementsprechend handelt es sich um eine Tageswache. 

Umzug in der Nachbarschaft

In dem Neubau sind folglich Umkleide- und Aufenthaltsräume sowie Sanitäranlagen vorhanden. 16 Rettungsassistenten werden dort in zwei Schichten arbeiten. 

Für den Umzug in dieses Gebäude müssen keine weiten Strecken zurückgelegt werden: Zur Zeit stehen die Ersatzfahrzeuge für den Rettungsdienst in einer Halle, die der Kreis im Gewerbepark Rosmart angemietet hat. 

Auch eine Tageswache gibt es dort bereits. Die Ersatzfahrzeuge, die der Kreis vorhält, haben einen beträchtlichen Wert: In der Halle stehen vier Rettungs- und ein Krankenwagen sowie zwei Notarzteinsatzfahrzeuge. 

Die Arbeiten an der Halle, in der künftig die Ersatzfahrzeuge für den Rettungsdienst parken sollen, sind fast abgeschlossen.

Sie werden benötigt, wenn in einer der Rettungswachen im Märkischen Kreis ein Fahrzeug ausfällt und müssen deshalb von eben auf jetzt verfügbar sein. 

Fahrzeuge auf für kommunale Rettungsdienste

Nicht nur die kreiseigenen Rettungswachen könnten auf die Ersatzfahrzeuge zurückgreifen, sondern auch Kommunen, die den Rettungsdienst in eigener Regie fahren, wie zum Beispiel Plettenberg oder Hemer, erklärte Uwe Krischer, der beim Kreis für den Regiebetrieb Rettungsdienst verantwortlich ist. 

Neben dem praktisch fertigen Neubau wird noch fleißig gearbeitet. Dort entsteht ein deutlich größeres Gebäude, in das noch in diesem Jahr ein Schulungsgebäude für die Feuerwehren im Märkischen Kreis den Probebetrieb aufnehmen soll. 

Alle Mitarbeiter unter einem Dach

Auch die Mitarbeiter der Kreisleitstelle, des Regiebetriebs Rettungsdienst, des Bevölkerungsschutzes und der Kreisbrandmeister werden dort arbeiten – insgesamt 63 Männer und Frauen. „Endlich alles unter einem Dach. So ist effizientes Arbeiten mit kurzen Wegen möglich“, lobte Fachbereichsleiter Guido Thal bei einer Baustellenbesichtigung im Mai. 

Zurzeit ist die Kreisleitstelle an die Lüdenscheider Feuerwache angegliedert, während Kreisbrandmeister Michael Kling und Uwe Krischer mit den Mitarbeitern des Regiebetriebes im Kreishaus arbeiten. 

Noch sind die Parkflächen frei. Ab 23. September soll die Halle jedoch genutzt werden.

Das Seminargebäude der Feuerwehr beinhaltet drei große Schulungsräume, von denen sich zwei durch mobile Trennwände teilen lassen. Es gibt auch einen Aufenthaltsraum mit Essensausgabe, eine Atemschutzübungsstrecke, einen Erste-Hilfe-Raum und einen Konditionsraum. 

Übungshalle im Frühjahr 2021 fertig

„Etwa 575 Rettungsdienstkräfte und 650 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz sollen jährlich aus Rosmart geschult werden“, schrieb der Kreis in einer Pressemitteilung. Dabei handelt es sich um haupt- und ehrenamtliche Kräfte. 

Erst im kommenden Frühjahr soll eine 1000 Quadratmeter große Übungshalle fertig werden, die an das Schulungsgebäude angrenzt. In ihr können realitätsnahe Rettungs-, Lösch- und ABC-Einsätze geübt werden. Der Märkische Kreis lässt sich den Neubau auf dem mehr als 20 000 Quadratmeter großen Grundstück an der Richard-Schirrmann-Allee rund 22 Millionen Euro kosten. Gebaut wird er von der Firma Hundhausen aus Siegen.

Nicht nur am Brandschutzzentrum wird im Gewerbepark Rosmart kräftig gebaut.

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