Der Brandmelder wurde manipuliert

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Gut gelaunte Menschenmenge: Fast 7000 Menschen kamen zum weihnachtlichen Winter-Spektakulum.

Altena - Der Feueralarm im Burgaufzug, der am Samstagabend zu einem größeren Feuerwehreinsatz führte, ist bewusst herbeigeführt worden. Das teilte am Montag die Stadtverwaltung mit. Nach ihren Angaben wurde ein Brandmelder im oberen Bereich des Aufzugs manipuliert. Dabei beschädigte der Täter das Gerät.

Immerhin wissen Feuerwehr und Aufzugs-Betriebsleitung jetzt, dass die Brandschutzmaßnahmen funktionieren: Mit Durchsagen in verschiedenen Sprachen wurden die Fahrgäste aufgefordert, die Anlage zügig zu verlassen. Das verlief reibungslos. Die Feuerwehr war innerhalb weniger Minuten mit einem Großaufgebot von Mensch und Material zur Stelle.

Wegen des Winter-Spektakulums auf der Burg wurde der Aufzug am Wochenende stark frequentiert: Rund 2500 zahlende Fahrgäste wurden registriert. Das führte zu teilweise nicht unerheblichen Wartezeiten – möglicherweise zog es deshalb der ein oder andere vor, zu Fuß zur Burg zu gehen oder den Bürgerbus zu nutzen. Insgesamt kamen 6700 Menschen zum Winter-Spektakulum – ein Vielfaches dessen, was (allerdings bei schlechtem Wetter) im Jahr 2013 gezählt wurde.

Wie am Montag bekannt wurde, hat der Erlebnisaufzug einen weiteren Preis einheimsen können. Die Ingenieurkammer Bau NRW zeichnete ihn beim gerade abgeschlossenen Projektwettbewerb 2014 mit dem Publikumspreis aus. Unter rund 1000 Teilnehmern einer Onlinebefragung hatten sich 414 für den Aufzug ausgesprochen, der in der Kategorie Barrierefreiheit antrat. Insgesamt standen zwölf Projekte zur Auswahl.

Eingereicht wurde das Projekt Burgaufzug von Michael Löffler, der für die CDM Consult in Bochum die Projektleitung übernommen hatte. Mit ihm wird jetzt auf Kosten der Ingenieurkammer ein Video gedreht, in dem er den Aufzug vorstellt.

Von Thomas Bender

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