Keine Fremdenfeindlichkeit

Fahrlässigkeit vermutlich Ursache für Feuer im Flüchtlingshaus

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Mit einem Großaufgebot war die Feuerwehr Altena zum Brandherd gefahren. Sie hatte das Feuer im Hausflur aber schnell im Griff. Vermutliche Ursache: Fahrlässigkeit, vielleicht durch das Wegwerfen einer nicht ausgelöschten Zigarette.

[Update, 12.52 Uhr] Altena - In einem Mehrfamilienhaus in Altena, in dem fast ausschließlich Flüchtlinge wohnen, hat es am Montagabend gebrannt. „Einen fremdenfeindlichen Hintergrund schließen wir nach derzeitigem Ermittlungsstand aus“, lautet die Stellungnahme der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis aus.

Im Haus Freiheitstraße 31a - einem Teil des ehemaligen alten Krankenhauses –  sind am Montagabend gegen 20.10 Uhr mehrere vor dem Heizungskeller „geparkte“ Kinderwagen in Flammen aufgegangen. „Von alleine fangen die nicht an zu brennen“, kommentierte Altenas Wehrführer Alex Grass, nachdem die Feuerwehr das Feuer zügig gelöscht hatte. 

Kinder wieder bei ihren Familien

Gute Nachricht: Auch die vorsorglich ins Krankenhaus gebrachten Kinder von Flüchtlingsfamilien, bei denen vom Notarzt zunächst der Verdacht auf eine Rauchgas-Vergiftung diagnostiert worden war, sind wieder bei ihren Familien. Ihnen gehe es gut, sie trügen keine Spätfolgen davon, hieß es.

Was nun das Feuer, dem vier Kinderwagen zum Opfer fielen, auslöste, darüber könne man nur spekulieren. Fest steht, dass die vier Kinderwagen ineinander und übereinander gestapelt waren und im Treppenhaus standen. Es liege im Bereich des Möglichen, dass eventuell ein Raucher eine Zigarettenkippe in diese Richtung geschnippt und so das Feuer ausgelöst habe.

Keine Hinweise auf Fremdenfeindlichkeit

Zwischenzeitlich hatte die Kreispolizeibehörde den Staatsschutz aus Hagen in die Ermittlungen einbezogen. Doch die Fachleute aus der Volmestadt konnten keine Hinweise auf Fremdenfeindlichkeit feststellen. Im beziehungsweise vor dem Haus Freiheitstraße, in dem mehrheitlich Flüchtlinge und Asylbewerber wohnen, war es in den vergangenen Jahren immer mal wieder zu Feuern gekommen. So brannte zwischen den Jahren 2016/17 ein Auto vor dem Haus komplett aus und einige Monate zuvor hatte im Keller eine Waschmaschine Feuer gefangen.

Der angerichtete Sachschaden liegt laut Polizei „im Bereich von einigen hundert Euro.“ Die Wohnungen wurden in der Montagnacht kurzfristig geräumt. Die Bewohner sind wieder einzogen.

Im Oktober 2015 hatten zwei Männer in Altena einen Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim verübt, für das sie vom Landgericht Hagen im September 2016 zu sechs und fünf Jahren Haft verurteilt worden waren.

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