Brachtenbeck: Auflagen werden nicht eingehalten

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Das Gelände in der Brachtenbeck. ▪

ALTENA ▪ Auf Post aus Lüdenscheid muss man sich im Rathaus einstellen: Der Märkische Kreis will wissen, warum die Stadt sich nicht an klare Absprachen über den Umgang mit der illegalen Bauschuttablagerung in der Brachtenbeck hält. Von Thomas Bender

Kreis-Pressesprecher Hendrik Klein bestätigte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Umweltbehörde des Kreises „sehr wohl“ registriert habe, dass oberhalb der Firma Berger noch immer jede Menge Bauschutt und Bodenaushub lagere. Damit verstoße die Stadt gegen klare Absprachen. Bis Mitte 2011 solle das Material verschwunden sein – das vereinbarten alle Beteiligten, nachdem die Deponie im September 2010 für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Abgekippt wird auf dem zum Teil der Stadt und zum Teil einer Firma gehörenden Fläche schon lange. Seit 2004 lagert die Stadt dort Material zwischen. Richtig rund ging es aber erst, als die Bundesstraße saniert und die Lenneuferstraße umgebaut wurde – sowohl die Stadt als auch ein Privatunternehmer ließen im Zuge dieser Maßnahmen große Mengen Schotter und Asphaltreste in das Brachtenbecker Tal bringen. Bald türmten sich dort beachtliche Schuttberge auf – „nur vorübergehend“, versicherten Bauamt und Unternehmer, als die Deponie vor knapp einem Jahr beim Kreis aktenkundig wurde. Der Asphalt werde zerkleinert und wiederverwertet, der Schotter und geschredderter Bauschutt seien für die Lenneterrassen und andere innerstädtische Maßnahmen gedacht.

Die Umweltbehörde zeigte sich wegen dieser Zusicherung zunächst nachsichtig und räumte eine großzügige Frist zur Räumung des Geländes ein. Anschließend hätten immer mal wieder Mitarbeiter des Kreises in der Brachtenbeck nach dem rechten gesehen, schilderte Klein am Montag. Ergebnis: „Es ist zwar weniger geworden. Aber verschwunden ist es nicht“. Deswegen erwarte man jetzt von der Stadt eine Erklärung.

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