Bracht greift Fraunhofer-Institut an

ALTENA ▪ Kontrovers diskutierten Befürworter und Gegner des geplanten Burgaufzugs gestern in der Burg Holtzbrinck. Der Arbeitskreis Altena innovativ hatte zu diesem Treffen eingeladen. Doch die Resonanz war mäßig. Und dass die Masse der Bürger den Aufzug ablehnt, war auch diesmal nicht spürbar.

Im Gegenteil: Die meisten Besucher waren Kritiker des dort vorgestellten Modells der „neuen Mitte“. Der Kopf der Gegenbewegung, Wilfried Bracht, hatte sichtlich zu kämpfen, denn viele der Anwesenden schienen gut informiert zu sein und beide Pläne gegeneinander abzuwägen.

Damit hatte Bracht direkt den nächsten Diskussionspunkt angesprochen. Denn was passiert, wenn die Stadt nicht den dritten Stern von der Regionale bekommt? „Es gibt noch eine Menge anderer Quellen, an die bisher noch nicht gedacht wurde.“ Bracht kritisierte zudem die ständigen Veränderungen, was die Finanzierung betreffe. „Das Fraunhoferinstitut hat den Steilaufzug für teurer erklärt. Aber vielleicht auch weil der Burgaufzug einen Folgeauftrag für das Institut vermuten lässt“, mutmaßt Bracht. An dieser Stelle wurde es zwei Anwesenden offensichtlich zu bunt und sie verließen die Diskussion, so dass Bracht nun nur noch zwei Kritikern Rede und Antwort stehen musste.

Bracht kritisiert vor allem das fehlende Gastronomieangebot. „Wenn Sie Besuch haben, wo fahren Sie dann hin, doch nicht nach Altena. Hier fehlt es an attraktiven Angeboten.“

Umstritten bleibt die Frage nach Huhn oder Ei: Der Arbeitskreis meint, wenn die Stadt erst attraktiv sei, kämen die Touristen von alleine. „Man muss das Pferd von hinten aufzäumen. Kommen die Touristen, kommt der Rest von allein“, hieß es von den Bracht-Gegnern. - Von Lydia Machelett

 

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