Bracht und Busch wollen Bürgerbegehren

Die einen trinken auf den dritten Stern, die anderen verteilen weiter Zettel gegen den burgaufzug.

ALTENA ▪ Für das Aktionsbündnis Stadtmarketing Altena war gestern ein Tag zum Feiern. „Wir stoßen mit den Bürgern auf den dritten Regionalestern an“, sagte die Vorsitzende Corina Turner. Zusammen mit Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein stand sie am Info-Punkt der Stadt Altena auf dem Wochenmarkt und verteilte Glühwein – „für Sekt war es zu kalt“.

„Wir freuen uns über den dritten Stern und die Leute freuen sich mit uns“, so Turner weiter. Manche blieben stehen, um einfach nur anzustoßen. Andere würden gezielt Fragen stellen, wie es denn jetzt genau weitergeht. Einige hätten schon wissen wollen, ob es denn Dauerkarten für den Aufzug geben werde. „Keine Ahnung, so weit sind die Überlegungen noch nicht“, meinte Turner.

Ein paar Meter weiter, vor der Lutherkirche, standen Wilfried Bracht und Michael Busch von Altena innovativ. Sie verteilten Info-Zettel mit der Überschrift „Es gibt Alternativen zum Burgaufzug in Altena“. Mehr als 300 Stück brachten sie bis kurz nach 11 Uhr unter die Leute, so dass sie Nachschub drucken ließen. „Mindestens 40 bis 50 Prozent der Leute, mit denen wir sprechen, sind gegen den Burgaufzug“, berichtete Busch. Viele trauten sich einfach nur nicht, den „Mund aufzumachen“, meint er.

Es gebe aber auch Kritik, verriet Busch. „Die Leute fragen auch, was unsere Vorschläge eigentlich sollen. Und dann erkläre ich, dass wir ja nur 14 Tage Zeit hatten, um unser Konzept vorzustellen.“ Das besteht aus drei Teilen, dem Felsenkeller, dem Nachbau des Iserlohner Tores und dem neuen Stadtzugang am Langen Kamp. „Wir können auch nur einen Teil davon machen“, meinte Busch. Altena solle attraktiver werden, darum gehe es. „Und es gibt Sachen in Altena, die nötiger sind, als ein Burgaufzug für 5,7 Millionen Euro. Zudem sei er skeptisch, was Finanzierung und technische Umsetzung angehe. „Wer trägt die Folgekosten, wenn die nötigen Besucherzahlen nicht erreicht werden?“

Altena innovativ mache auf jeden Fall weiter. „Unser Projekt ist noch nicht gestorben“, so Busch. Es sei kein Gegenvorschlag, sondern ein Zusatzantrag. Und eine Ablehnung sei noch nicht in der Post gewesen. „Darauf warten wir erstmal.“ Komme die Ablehnung, werde der Aktionskreis ein Bürgerbegehren gegen den Ratsbeschluss zum Bau des Aufzugs anstrengen. Dafür benötigt Altena innovativ 955 Unterschriften der Bürger. ▪ Ilka Kremer

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