Bombenräumer haben am Stortel noch zu tun

Als die Arbeiten Mitte August aufgenommen wurden, dachte niemand an einen so langen Einsatz.

Altena -  Jetzt sind es schon sieben Monate, seit der Kampfmittelräumdienst am Stortel angerückt ist – mit einer kleinen Winter-Unterbrechung von drei Wochen wird seit Mitte August jeden Tag geräumt. Und ein Ende der Arbeiten ist noch nicht in Sicht.

Das ergab eine Nachfrage bei der Bezirksregierung Arnsberg, unter deren Regie das Abräumen der Munition aus dem Zweiten Weltkrieg vonstatten geht. Erst Montag, 17. März, sei die zuständige Sprengmeisterin wieder vor Ort gewesen, um nach dem Rechten zu sehen. Im Auftrag der Bezirksregierung arbeitet dort die Firma H. P. Röhll aus Düren an der Beseitigung der Gefahrenstellen. „Alles geht dort unverändert seinen Gang, berichtet Christoph Söbbeler, Sprecher der Bezirksregierung. Anfang Februar hatte sich Tanja Beimel, die am Stortel für die Bezirksregierung die Fäden in der Hand hält, durchaus überrascht gezeigt von den Mengen an Kampfmittel, die – offensichtlich im April 1945 – von den Resten der so genannten „Panzerlehrdivision“ in den Lennewiesen hinterlassen worden waren. „Es wird weiter gesucht und gefunden“, sagte die Sprengmeisterin – „im Moment kommt wieder mehr.“ Erschwert werde die Suche vor Ort, weil es keine Aufzeichnungen über den Verbleib der Munition gebe. Luftbilder, wie sie den Kampfmittelräumern in anderen Fällen (z. B. bei Fliegerbomben) durchaus helfen können, seien am Stortel aus den beschriebenen Gründen ebenfalls nicht aussichtsreich. Eine Prognose, wann die Mitte August 2013 begonnenen Arbeiten abgeschlossen werden könnten, gibt es noch nicht. - von Thomas Keim

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare