Bollermanns Besuch eher geselliger Natur

Landrat Thomas Gemke, Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper, Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann und Dr. Andreas Hollstein (von links nach rechts) auf der Burg.

ALTENA ▪ Was auch immer in der roten Mappe war, die der Regierungspräsident auf der Burg stets bei sich trug – der Bewilligungsbescheid für den Burgaufzug war‘s nicht.

Dr. Gerd Bollermanns Besuch in Altena war eher geselliger Natur: Am Dienstagabend traf er mit den Teilnehmern einer viertägigen Fahrradtour zusammen, mit der die Stiftung Westfaleninitiative Journalisten und anderen Meinungsbildnern die Schönheiten des Sauerlands näher bringen will.

Natürlich hatte niemand erwartet, dass der Chef der Bezirksregierung bei dieser Gelegenheit endlich grünes Licht für das Regionale-Projekt geben würde. Allerdings machte der Landrat am Rande der Veranstaltung deutlich, dass die Zeit drängt: „In zehn Tagen beginnt die Sommerpause“, seufzte Thomas Gemke – offensichtlich befürchtet er, dass der Startschuss für das Projekt deshalb erst im Herbst erfolgen kann.

Immerhin wissen die an der Tour beteiligten Multiplikatoren jetzt, worum es geht: Von Werdohl kommend fuhren sie zunächst das Informationszentrum 2015 an, wo Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein sie in allen Einzelheiten über das Vorhaben informierte und ihnen den Zugangsstollen zeigte. Dr. Niels Lange, der Geschäftsführer der in Münster beheimateten Westfaleninitiative, berichtete von Altenas Auszeichnung mit dem Westfalensprung. Damit sei neben den innovativen Stadtumbau-Projekten vor allem auch die breit angelegte Bürgerbeteiligung im Vorfeld honoriert worden.

Am Abend stand dann ein Abendessen auf der Burg auf dem Programm. Es diente eher dem zwanglosen Gedankenaustausch. Trotzdem nutzte Bollermann die Gelegenheit zu einem Loblied auf das Sauerland und hob dabei mehr auf die wirtschaftliche denn die touristische Bedeutung ab. Nirgendwo sonst gebe es so viele mittelständische Familienunternehmen, die mit ihren Produkten Weltmarktführer seien, sagte er. Das Sauerland sei allerdings „eine verkannte Region“ was auch an ihren Bewohnern liege, weil die gerne ihr Licht unter den Scheffel stellen würden.

Für das passende Ambiente sorgte neben dem als Ritter ausstaffiertem Bürgermeister auch Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper, die in die Tracht eines Burgfräuleins geschlüpft war und sich in dieser Rolle sichtlich wohl fühlte.

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