Fundamentarbeiten für Fußgängerbrücke erfordern schweres Gerät

Bohrung bis auf den Fels in Altena 

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Mitarbeiter eines Spezial-Tiefbauers aus Netphen sind am Werk, um die sogenannte Bohrpfahlgründung zu setzen. Das Projekt Fußgängerbrücke soll rund 1,2 Millionen Euro kosten und im März fertiggestellt werden.

Altena - Mit schwerem Gerät ist die Spezial-Tiefbaufirma Demler aus Netphen angerückt. Sie hat die Aufgabe übernommen, mit der sogenannten Bohrpfahlgründung in der Lenne die ersten Schritte zum Neubau der Fußgängerbrücke zum künftigen Lennepark in die Wege zu leiten.

Dabei werden zunächst einmal große Löcher gebohrt, die auch noch ganz schön tief sein müssen. Bis zu zehn Meter tief treibt das Bohrgerät seine gewaltige Nase in den „Lennesand“. 

Durch die Kiesschicht hindurch geht es dann bis zu vier Meter tief in den gewachsenen Fels – in diesem Falle übrigens Sandstein, wie Dipl.-Ing. Christian Hof erläutert, der Bauleiter des hiesigen Projektes. 

Stabiler Stand sichergestellt 

Mit diesem mächtigen Bohrgerät arbeitet man sich bis zu zehn Meter tief in den Untergrund des Flussbettes.

Durch diese Arbeitsweise sei sichergestellt, dass die Gründungspfähle einen stabilen Stand haben, der auch dem stetigen Wasserstrom gewachsen ist.

Von diesen sogenannten Tiefenfundamenten werden insgesamt 14 Stück gegossen. Vier weisen eine Tiefe von zehn Metern auf, zehn weitere reichen acht Meter tief in den Untergrund. Auf der Ostseite der Lenne (Markaner) sind riesige zylindrische Körper aus Baustahlmatten abgelegt. 

Dabei handelt es sich um die sogenannten Bewehrungskörbe. Sie werden in die Bohrlöcher eingelassen und dann ausbetoniert. Vier Fundamente werden später die eigentliche Brücke stützen, zehn die Rampe als Zuwegung. 

Obwohl in stattlichen Dimensionen gearbeitet wird, werden die Fundamentarbeiten nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen. „Wenn alles normal läuft, wollen wir am Freitag der nächsten Woche fertig sein“, berichtet der Bauleiter. Dann übernimmt wieder die Firma Krutmann, die für die weiteren Betonarbeiten zuständig ist. 

Vorhandene Bürgersteig bleibt wie er ist

Gut zu wissen: Der vorhandene Bürgersteig bleibt, wie er ist. Es bleiben auch sämtliche Parkplätze erhalten. Nur während der Bauarbeiten muss dieser Bereich abgesperrt werden. Der eigentliche Brückenkörper ist ein Stahlbauteil, das im Werk vorbereitet wird und in Altena nur noch montiert werden muss.

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