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M-BOB: Musikschule Lennetal setzt auf neues Konzept

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Von: Markus Wilczek

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In drei Phasen soll der Nachwuchs an die Welt der Musik herangeführt werden. So sieht es das neue Konzept der Musikschule Lennetal vor.
In drei Phasen soll der Nachwuchs an die Welt der Musik herangeführt werden. So sieht es das neue Konzept der Musikschule Lennetal vor. © Musikschule Lennetal

Seit ihrer Gründung 1963 steht die Musikschule Lennetal für eine ganz eigene musikpädagogische Philosophie. Diesen Weg setzt die Einrichtung jetzt mit einem neuen Konzept fort.

„Wir definieren uns nicht über Wettbewerbserfolge unserer Schüler, sondern über die Vermittlung von Freude an Musik und am eigenen Musikmachen für alle Altersgruppen und Musikbegeisterte“, sagt Sebastian Hoffmann aus dem Leitungsteam.

Deshalb gehörten ein Unterrichtsangebot vom Säuglingsalter an, das flächendeckende Jekits-Projekt („Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“) in den Grundschulen oder auch der Instrumentalunterricht für Erwachsene zu den fundamentalen Bausteinen der Musikschule Lennetal.

Hoffmann: „Bildung entsteht durch Bindung“

„Gemeinsames Musizieren rückt hier in den Vordergrund; ohne Bewertung, Notengebung oder Hierarchisierung“, so Hoffmann. „Erkenntnisse der Lern- und Hirnforschung bestätigen, dass Lernen in solch angstfreier, beziehungsorientierter Atmosphäre allein nachhaltige Erfolge hat. Die Musikschule ist hier also auch wissenschaftlich auf dem richtigen Weg. Bildung entsteht durch Bindung.“

Mit dem neuen Konzept M-BOB (Elementare Musikpädagogik trifft auf beziehungsorientierte Begeisterung) möchte die Musikschule Lennetal diese Erkenntnisse nun auch in ganz konkrete pädagogische Praxis umsetzen. „Das Eltern-Kind-Konzept BoBi ,Wachsen und gedeihen‘ ist in drei Unterrichtsphasen gegliedert“, erläutert Hoffmann. Die erste Phase (BoBi-Baby) ist für Kinder bis 18 Monate und eine Begleitperson angelegt. „In der Arbeit mit den Allerkleinsten geht es hauptsächlich darum, Eltern-Kind-Beziehungen zu stärken und über das Mittel der Musik Potenziale und Kompetenzen der Babys zu stärken“, so Hoffmann.

Lust auf mehr Musik soll geweckt werden

In der zweiten Phase (BoBi-Mini) treffen sich Kinder (immer in erwachsener Begleitung) zwischen anderthalb und drei Jahren. Hier sollen Mitmachspiele und Lieder erlernt werden. „Denn Bewegung zu Musik macht Lust auf mehr Musik“, sagt Hoffmann.

Phase drei (BoBi-Maxi) ist ein begleitetes Unterrichtsangebot für Kinder im Alter von drei bis vier Jahren. Hier wird das vorher gelernte Liederrepertoire erweitert und vertieft. „Die Verbindung von Sprache, Rhythmus und Bewegung fördert die sprachliche und sozial-emotionale Entwicklung der Kinder“, erläutert Hoffmann.

Früherziehung ab dem Kindergartenalter möglich

Ab dem Kindergartenalter können die Kinder die Musikalische Früherziehung und das Instrumentenkarussell der Musikschule Lennetal besuchen, um ab dem Alter von sechs Jahren ein Instrument zu lernen.

Die BoBi-Kurse werden derzeit in Plettenberg, Finnentrop und Altena angeboten- Anmeldungen sind jederzeit möglich. „Auch ein unverbindliches Reinschnuppern ist natürlich möglich“, so Hoffmann.

Weitere Informationen erteilt die Musikschule Lennetal unter der Rufnummer 02392/1508.

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