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„Kein Ukraine-Effekt spürbar“: Blutspende mit durchschnittlicher Resonanz

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Von: Hildegard Goor-Schotten

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Doris Böhning-Weiner wurde von Teamleiter Wolfgang Stach „verarztet“. © Hilde Goor-Schotten

Gut zu tun hatte das Team des DRK-Blutspendedienstes West am Dienstag im Thomas-Morus-Haus, aber: „Es könnte mehr sein“, meinte Teamleiter Wolfgang Stach am Nachmittag. Dass die aktuelle Kriegssituation in der Ukraine mehr Menschen zum Blutspenden animiert, konnte er bislang nicht feststellen.

Altena - „In den Ferien ist immer ein bisschen Saure-Gurken-Zeit. Da kommen doch weniger.“ Rund 25 Blutspender hatten in der ersten Stunde auf den sechs Blutspendebetten Platz genommen. Die meisten hatten sich, wie gewünscht, zuvor angemeldet. „Es sind viele Stammkunden dabei“, haben auch die DRK-Frauen um Ursula Odebralski festgestellt, die sich im Hintergrund um Anmeldung, Versorgung und Verpflegung der Blutspender kümmerten.

„Leider können wir wegen Corona noch immer nicht Kaffee und Brötchen hier im Haus servieren“, bedauerte Odebralski. Und so packten sie eine Tüte nach der anderen mit Schokolade und Getränk, Brötchen, Apfel und Banane.

Ehrung für langjährige Spender

Für runde Teilnahmezahlen gibt es außerdem eine kleine Aufmerksamkeit. Doris Böhning-Weiner bekam sie diesmal nicht: Sie spendete zum 67. Mal Blut. „Ich komme seit mehr als 15 Jahren“, erzählte sie. Eigentlich wollte sie mit 70 Jahren aufhören, doch eine Freundin ist an Leukämie erkrankt. „Das ist so nah und hat mir noch einmal gezeigt, wie wichtig Blutspenden sind“, sagte die 74-Jährige. Schon lange regelmäßig dabei ist auch Jonas Hollstein. „Es ist eine kleine Sache, mit der man viel tun kann“, sagte er.

Allerdings ist er manches Mal auch schon wieder nach Hause geschickt worden, weil die Eisenwerte nicht stimmten: „Ich bin Vegetarier.“ Diesmal passte es – der 28-Jährige durfte Blut spenden und hinterher sein Verpflegungstütchen in Empfang nehmen.

Für 200 Personen haben die Ehrenamtlichen eingekauft, aber ganz so viele würden es diesmal nicht werden, meinten sie.

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