10 000 Blutbuchen wachsen zum Möhling-M heran

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Walter Ströning, Immobilienverwalter im Hause Möhling, hatte die Idee mit der M-Pflanzung. ▪

von Johannes Bonnekoh - ALTENA - Gut, ein paar Jahre wird es dauern, bis jeder Altenaer schon mit bloßem Auge erkennen kann, das der bewaldete Hang an der Graftig im Stadtgebiet der Nette dem Unternehmen Möhling gehört. Doch bis dahin kann sich der Betrachter durchaus an heranwachsenen Laubbäumen erfreuen, die den einstmals mit Fichten bestandenen Steilhang schon zu tausenden bevölkern.

„Wir werden mit Hilfe von Mietförster Rüdiger Müller aus Lüdenscheid den Hang ab November mit Eichen und Buchen neu bepflanzen. Etwa 8 000 bis 10 000 Setzlinge, darunter viele, viele Rotbuchen, werden dann das Firmenlogo unseres Unternehmens, ein M mit einem Punkt für Möhling bilden“, sagt Walter Strüning.

Er ist im Hause des Traditionsunternehmens für die Verwaltung aller Immobilien zuständig und hatte die Idee, die Aufforstung des firmeneigenen Waldes auf eine besondere Art und Weise vorzunehmen. Wie berichtet, musste der alte Fichtenbestand weichen, weil die Hölzer stark vom Orkan Kyrill dezimiert wurden, aber auch Schädlinge die Nadelgehölze zusätzlich befallen hatten. „Alles musste abgeräumt werden, sagt Strüning. „Wir sind froh, dass unser Plan der Aufforstung großzügig von Bund, Land und der EU unterstützt wird“, fügt der Möhling-Mann an.

Förster Rüdiger Müller freut sich auf seine Aufgabe, die er ganz konkret im November angehen will. „Kleine Eichen und Buchen, die einmal zu stattlichen Bäumen heranwachsen werden, müssen sich als Jungbäume erst verholzen“, erklärt der Fachmann. „Der junge Trieb hätte sonst keine Chance, in der freien Natur zu überleben“. Im November, also fast im Winter, sollen die Bäumchen in die Erde gesetzt werden. Dass der so genannte graue oder stille Monat an der Grenze zum Winter die ideale Pflanzzeit ist, ist für den Forstmann „nichts ungewöhnliches. Wir können nur nicht im knietiefen Schnee pflanzen. Ansonsten gibt es überhaupt keine Probleme“, sagt er aus Erfahrung. „Gepflanzt werden kann quasi den ganzen Winter hindurch.“

Die neuen Möhling-Bäume, die er auf den rund zwei Hektar Waldfläche (also rund 20 000 Quadratmetern) anpflanzen lassen wird, kommen aus Biberach an der Riß. „Dort gibt es in einer in Deutschland gut bekannten Waldbaumschule die robustesten und gesundesten Bäumchen“, weiß der Förster aus Erfahrung. „Meine Vorgabe aus dem Hause Möhling war nur, ,bitte keine Nadelhölzer‘ hier neu anzupflanzen“, sagt er. „Ich habe mir dann das Gelände angeschaut und bin zu dem Schluss gekommen, Eiche und Buche wird hier gut gedeihen“, so der gebürtige Schwabe.

Dass er aus der Nähe von Stuttgart kommt, kann der sympathische Assessor nicht verbergen. „Die Arbeit hat mich ins Sauerland verschlagen“, scherzt der Mann, der verbindlich davon ausgeht, „in fünf, besser aber zehn Jahren, wird jeder das Firmen-Logo erkennen können. Dafür garantiere ich. Selbst aus dem Flugzeug wird man dann auf Möhling aufmerksam.“

Walter Strüning, Möhling‘s-Immobilienfachmann, kam die Idee mit dem Pflanzen selbst bei einem Flug. „Das war erst nur so ein Gedanke. Aber er fiel auf fruchtbaren Boden innerhalb der Geschäftsleitung. Und wenn es möglich ist, warum sollten wir das dann nicht umsetzen?“, meint er.

Eichen und Buchen, das sagt Mietförster Rüdiger Müller aus Lüdenscheid, „Eichen und Buchen haben eine hohe Standfestigkeit. Selbst bei richtigen Stürmen trotzen sie dem Wind. Da hat jeder Waldbesitzer auf jeden Fall bessere Karten, als bisher, als hier in der Graftig nur Fichten standen.“

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