Blick in die sanierte Bürgerburg Holtzbrinck: Eröffnungsdatum steht fest 

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Stadtplaner Roland Balkenhol zeigt die neu gestalteten Räume der Burg Holtzbrinck.

Altena -  Für mehr als 1,3 Millionen Euro wurde die Burg Holztbrinck vier Jahre lang saniert. Nun sind die Arbeiten nahezu abgeschlossen. Es war eine Baustelle mit besonderen Herausforderungen.

Am 7. und 8. Dezember können sich die Altenaer selbst ein Bild von der sanierten Burg Holtzbrinck machen. „Wir liegen mit allen Arbeiten im Zeitplan. Ich denke, dass sich diese Tage wegen des zeitgleich stattfindenden Weihnachtsmarktes anbieten, einmal einen Blick zu riskieren“, sagt Stadtplaner Roland Balkenhol auf der Baustelle. 

Der Architekt und Bauingenieur begleitet die „barrierefreie und energetische Modernisierung der Burg Holtzbrinck“ seit dem Baustart. Der liegt immerhin vier Jahre zurück. 

Mehr als 1,3 Millionen Euro sind in die historische Bürgerburg geflossen, vieles davon sieht man nicht. Das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung bezuschusst die Maßnahme zu 80 Prozent. 

Für die Küche wird's zeitlich eng 

Gar keine Frage: Das stadtbildprägende Gebäude ist noch attraktiver geworden und ein echtes Schmuckstück. Balkenhol traf sich regelmäßig mit Handwerkern, darunter viele heimische Betriebe, Architekten, Bauingenieuren und der Planungsgesellschaft immer donnerstags dort. 

Er sagt: „Ein bisschen Sorge macht mir die Lieferung der Küche. Ob der Einbau im Erdgeschoss bis zum zweiten Dezember-Wochenende abgeschlossen ist, kann ich noch nicht sagen.“ 

Bürgerburg erstrahlt in neuem Glanz

Zurzeit riecht es in allen Räumen nach Farbe. „Kein Wunder“, sagt der Stadtplaner. „In der vergangenen Woche gab es im Haus keine Veranstaltungen. So konnte der Maler überall hin und auch die anderen Handwerker konnten sich nach Belieben ausbreiten.“ 

Das sei während der „zugegeben vielleicht langen Bauphase nicht immer so gewesen“. Manchmal sei es schwierig gewesen, Handwerker für Arbeiten zu bestellen, die nur 60 oder 90 Minuten Zeit in Anspruch genommen haben, ohne die aber die weiteren Gewerke nicht begonnen oder abgeschlossen werden konnten. 

Tenne mit besonderen Fliesen

Balkenhol steht im großen Eingangsbereich mit Kamin und sagt: „Das hier nennen wir künftig Tenne.“ Verlegt werden zurzeit dort italienische Feinsteinzug-Fliesen im Großformat von 80 mal 80 Zentimetern. „Das ist auch was für die Optik“, sagt Balkenhol, der gleich auch noch entscheiden muss, ob die Fliesenfußleiste nun sechs oder doch acht Zentimeter hoch sein soll. Nach einer Stellprobe werden es am Ende acht Zentimeter sein. „Dann stimmen die Proportionen.“ 

Barrierefrei sind künftig in der Burg Holtzbrinck sowohl die Eingangsbereiche als auch die Möglichkeit, ins Obergeschoss zu kommen. Dafür wurde ein gläserner Aufzug im Treppenhaus eingebaut. „Wir standen stets vor den Problemen, alles mit dem Denkmalschutz abzusprechen. Aber jetzt passt es.“ 

Spezielle Rauchmelder für die Optik

Ein Beispiel: Im Trauzimmer, dem Blauen Salon, sollten herkömmliche Rauchmelder, die natürlich vorgeschrieben sind, die wunderschöne Optik nicht zerstören. Dort wird jetzt für den Besucher „unsichtbare“ Digital-Technik eingebaut, die aber genauso wirksam ist. Stolz ist der Bauleiter auf die Umgestaltung des Obergeschosses. Dort finden Künstler nicht nur eine ansprechende Garderobe vor, es gibt auch eine eigene WC-Anlage und bühnennahe Lagermöglichkeiten für Requisiten und den energetisch ertüchtigten Dachboden. 

Historisches neu zur Geltung bringen

Den nötigen Platz dafür bot die einstige Hausmeisterwohnung von Karsten Wolfewicz, der bekanntlich ins Haus Köster-Emde umgezogen ist. Es gibt viele Details, die erwähnenswert sind: weitere Doppelfenster, aufgearbeitete Decken, neue Lichtinstallationen, Beamer und Bildschirme unter Decken und an Wänden oder das zwar abgetretene, aber  aufgearbeitete Holz im Treppenhaus. Das habe eine Fachfirma aus Soest mit der Perspektive einer jahrzehntelangen weiteren Nutzung „sehr schön aufgearbeitet“.

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