Blick auf den frisch in Dienst gestellten Rettungswagen

Neue Technik für alle Fälle

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„Flottenchef“ Stefan Zlobinski mit dem Tragetisch des Rettungswagens, der jetzt wie das Fahrzeug ebenfalls luftgefedert ist.

Altena – Luftfederung, Klimaautomatik und Allradantrieb – so ein Fahrzeug hat schon eine Menge zu bieten, und teuer ist es auch. Und doch will wohl niemand wirklich damit transportiert werden müssen. Schlaganfall, Herzinfarkt, Verkehrsunfall – die Liste der möglichen Einsatzgründe ist lang und für die jeweils betroffenen Personen stets unerfreulich bis lebensbedrohend.

 Die Rede ist vom neuen Rettungswagen (RTW), der seit Dezember an der Bachstraße stationiert ist. Rund 190000 Euro werden für die Anschaffung eines solchen Fahrzeugs fällig, berichtet Schirrmeister Stefan Zlobinski, der für den Fuhrpark zuständig ist. 190000 Euro also, wohlgemerkt ohne die medizinischen Geräte. Zwei dieser Rettungswagen stehen an der Bachstraße bereit, jeweils einer im 24-Stunden-Dienst und einer im Tagesdienst.

Das ist notwendig geworden, weil die Zahl der Einsätze hoch liegt. „Und die Tendenz ist steigend“, berichtet Zlobinski weiter. 1500 bis 2000 Einsätze absolviert so ein RTW pro Jahr. Fünf Jahre lang soll er laufen, da kommen dann schnell 200000 Kilometer zusammen. Die Fahrzeuge sind so konstruiert, dass das Fahrwerk separat getauscht werden kann. Die aktuellen Modelle, für deren Anschaffung sich ein beim Märkischen Kreis gebildeter Arbeitskreis entschieden hat basieren auf einem Mercedes Sprinter. Mit 190 PS unter der Haube und eben Allradantrieb ist das annähernd fünf Tonnen schwere Fahrzeug auch für heikle Verkehrssituationen gerüstet. Was manch einer nicht wissen wird: Für die Finanzierung der Rettungswagen kommt der Kreis auf, das Personal wird dagegen von der Stadt Altena bezahlt. Eine aufwendige Beleuchtungsanlage garantiert beim neuen RTW zum einen gute Sichtbarkeit bei Einsatzfahrten, die aber auch der Sicherheit der Besatzung. Das Fahrzeug verfügt über ein Bordnetz von 230 Volt.

Neu ist eine elektrische Raupe für den sitzenden Transport von Patienten in Treppenhäusern – eine Arbeitserleichterung. In der besonders verwindungssteifen Transportkabine, Koffer genannt, ist die Anordnung der Ausstattung gegenüber dem Vorgängermodell zugunsten der Arbeitsabläufe verändert worden. So gibt es jetzt zum einen größeren Arbeitsbereich für den Notfall-Sanitäter, aber auch einen – wie das gesamte Fahrzeug – luftgefederten Tragetisch. Auf den teils schlechten Altenaer Straßen bedeute das zusätzlichen Komfort für die Patienten, weiß Stefan Zlobinski.

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