Klimaschutz geht alle an

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Klimaschutz-Managerin Lisa Flender..

Altena -  Konnte sie schon etwas bewegen? Wie ist Klimaschutz in Altena möglich? Lisa Flender ist die Klimaschutz-Managerin der Burgstadt. 

 „Das Konzept ist das eine“, sagt Lisa Flender, „die Umsetzung das andere.“ Seit Januar 2017 ist die 29-Jährige bei der Stadtverwaltung als Klimaschutz-Managerin angestellt. „Das war kein leichter Einstieg“, blickt sie zurück – schließlich hatte es die Stelle zuvor nicht gegeben. „Da gab es nichts von einem Vorgänger, in das ich mich einarbeiten konnte. Aber das Klimaschutzkonzept war verabschiedet, was ganz essenziell war.“

 Es galt also, zunächst einmal Strukturen zu entwickeln – „und zu priorisieren“, also eine Rangliste zu erstellen. Die städtischen Mittel reichen für jedes denkbare Vorhaben. Worum geht es im Einzelnen? Die Stadt will ihr Klimaschutz-Engagement in den nächsten Jahren ausbauen. Daher hatte man das sogenannte „integrierte Klimaschutzkonzept“ durch das Ingenieurbüro Adapton Energiesysteme AG aus Aachen erstellen lassen. Das Klimaschutzkonzept soll für die Stadt als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in den nächsten zehn bis 15 Jahren dienen.

 Die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes wurde vom Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz gefördert. Im Rahmen des Konzeptes sollen insbesondere diese Schwerpunkte gelten:  Flächenmanagement und klimaorientierte Stadtentwicklung; Anpassung an den Klimawandel; Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Gebäudebestand; Synergien aus klimafreundlichem Tourismus und Mobilität; Energieeffizienz in kleinen und mittelständischen Unternehmen; Energetische Sanierung der kommunalen Liegenschaften.

 Der letzte Punkt ist die zentrale Anforderung des Klimaschutz-Teilkonzeptes, das zu Lisa Flenders erster großer Aufgabe wurde. Es ging zum Beispiel darum, die Energieverbräuche der städtischen Gebäude in den letzten fünf Jahren zu ermitteln. Es ging um Dämmungen, um Fenster, um Dächer und um das Nutzerverhalten. Schließlich galt es aber auch, die möglichen Kosten im Blick zu behalten und die Personalressourcen. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen und Energieverbräuche der kommunalen Immobilien dauerhaft zu senken. Dies führt gleichzeitig zu einer Senkung der Energiekosten und einer finanziellen Entlastung. Dazu wurden 28 Gebäude oder Gebäudeteile untersucht. 

Als Maßnahmenkatalog ist das Klimaschutz-Teilkonzept jetzt formuliert. Dabei war natürlich auch abzugleichen, welche Maßnahmen an einzelnen Gebäuden unter Umständen schon geplant sind. Aktuell läuft die zweite Runde des kreisweiten Projektes Ökoprofit. Es geht um innerbetriebliche Innovationen in Betrieben, die zu einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung führen, den Energieverbrauch und die Abfallmenge reduzieren und bessere Materialeffizienz. 

Aus der Burgstadt sind die Firmen Selter (Addi) und J. D. Geck beteiligt. Für eine mögliche dritte Runde können sich Interessenten unter Tel. 02352 / 209284 bereits vormerken lassen. Und Lisa Flender? Sie ist im dritten Jahr in der Verwaltung tätig und sagt: „Ich bin hier gut angekommen, es gibt ein tolles Kollegium.“ Als gebürtige Lüdenscheiderin habe sie Altena zwar gekannt, aber die Zahl der Berührungspunkte ist natürlich rasant angewachsen. Nach einem Studium der Geografie in Gießen und Bonn fiel ihre Jobsuche in eine Zeit, in der viele Städte nach Klimaschutz-Managern suchten. Flenders Suche endete in Altena. Für Klima, Wetter und deren Wandel hat sie sich schon früh interessiert. Ihre jetzige Tätigkeit beschreibt sie als „typisches Berufsfeld für eine Geografin.“

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