Blick auf Altena durch die Webcam

+
Diese Kamera nimmt an der Freiheitstraße Bilder auf. ▪

ALTENA ▪ Webcams haben früher, als sie noch neu waren, Dinge berühmt gemacht – eine Kaffeemaschine zum Beispiel. Das war 1993, und die Maschine stand im Computerlabor der Universität von Cambridge. Und heute? Die Burgstadt ist – zumindest „durch die Webcam gesehen“ – nicht sehr präsent.

Eine Kamera befindet sich am „Cafe zur Burg“ an der Freiheitstraße. Sie zeigt ein Stückchen vom Biergarten des Lokals und ein Stück der unteren Thoméestraße. „Seit mindestens vier Jahren“, gebe es die Kamera, berichtet Pächterin Silvia Frahm.

Eine andere Kamera zeigte aus großer Entfernung Dahle. Zeigte, denn aktuell gibt es diese Kamera nicht mehr. Sie stand in einem Giebelfenster an der Neuenrader Straße und blickte herunter ins Dorf und in Richtung Kirche. Die Webcam war – unter anderem – erreichbar über die Homepage der Feuerwehr und sendete seit 2006 Bilder ins weltweite Datennetz. „Die war ziemlich beliebt“, berichtet Löschgruppenführer Björn Karnbach. Manch ein Dahler, der mittlerweile nicht mehr im Dorf lebt, habe gerne die Möglichkeit genutzt, mal aus der Entfernung nachzuschauen, „ob in Dahle die Sonne scheint“, sagt Björn Karnbach. Die Kamera ist aber derzeit „offline“, wie es in der Computersprache heißt. Das soll aber nicht so bleiben. Die Feuerwehr hofft, für ein neues Modell einen Sponsor zu finden; dann soll es wieder eine regelmäßiger Blick auf’s Dorf möglich sein. Eine weitere Kamera, die den Neubau der Sparkasse am Markaner dokumentiert hatte, sendet keine Bilder mehr ins Netz.

Keine „Live“-Bilder finden sich dagegen vom Wahrzeichen des Märkischen Kreises, der Burg Altena. Es habe einmal Überlegungen gegeben, eine solche Kamera zu installieren, berichtet Kreis-Pressesprecherin Ursula Erkens. Man habe darin aber letztlich „keinen großen Nährwert“ gesehen. Für eine Burg sei eine Webcam „eher unspannend“, heißt es im Kreishaus.

Auf visuelle Botschaften will man aber trotzdem nicht verzichten – der Kreis als Eigentümer der Burg wird einen anderen Weg einschlagen. So ist ein Auftrag vergeben worden, nach und nach Besonderheiten aus dem Einzugsbereich der Kreisverwaltung in kleinen Filmen vorzustellen. Diese sollen dann im Internet betrachtet werden können. Selbstverständlich werde die Burg eines der ersten Ziele des Filmers sein. ▪ tk

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare