Wie Schüler gemeinsam lernen, ein neues Leitbild für ihre Schule zu entwickeln

Bleibt freundlich, aber behaltet Biss

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Rita Tatargioti mit Ulrich Krämer mit einer der drei Schüler-Arbeitsgruppen in der Bücherei.

Altena - Rita Tatargioti ist didaktische Leitungskraft an der Sekundarschule. Die Lehrerin ist dem Stadtjugendring, ebenso wie ihr Kollege Vasko Tanchev und Tim Prepens vom Burggymnasium dankbar, das Projekt „Demokratie leben!“ mö

Am Montag waren die drei Pädagogen mit mehr als 60 jungen Leuten in der Stadtbücherei zu Gast. Alle üben an ihren Schulen ein Ehrenamt in der Schülermitverwaltung aus. In der Stadtbücherei schulte Ulrich Krämer die Schülervertreter in drei Arbeitskreisen. „Demokratie leben!“ wurde dabei konkret heruntergebrochen auf die Beiträge, die SV-Kräfte bei der Entwicklung eines eigenen Schulprogramms einbringen und verbessern können.

Ulrich Krämer Die jungen Leute arbeiten gut mit und sind sehr interessiert. Es macht mir Freude, heute mit ihnen hier in Altena zu arbeiten

Fragen wie „Was will ich eigentlich für eine Schule haben? Was sollten wir für eine Schule sein“, zogen sich wie ein roter Arbeitsfaden durch die Workshops, Vorträge und das Erarbeiten und Ausfeilen von Formulierungen. „Wir setzen darauf, dass gerade Schülerinnen und Schüler das Leitbild ihrer Schule positiv stärken können. Sie sehen es eben aus ihrer Perspektive und Sicht. Was sie heute erarbeiten, werden sie sowohl an der Schule über die SV vorstellen als auch dem Lehrerrat und der Schulkonferenz“, sagte Tatargioti. So fänden viele neue Gedanken Eingang in die Schulprogramme. „Die jungen Leute, die heute hier sind, haben an ihrer Schule eine Art Vorbildfunktion“, erläuterte Krämer von Krämer Trainings aus Erftstadt.

Manal Ittanaji: Im Schulalltag hat sich - wie in der Gesellschaft - vieles verändert. Ich stehe für ein gutes Miteinander aller.

Es sei sein Anliegen zu helfen, sowohl die Souveränität als auch den Respekt zu stärken. Krämer hat viele Seminare entwickelt, die sich auch mit Gewaltmanagement auseinandersetzen. Und so waren auch Gedanken wie „Reibung im Konflikt erzeugt Wärme. Ein gut gelöster Konflikt ist Beziehungsarbeit“ Bestandteil der Schulung. Auch die SV-Sprecher haben – so zeigte eine Stichprobe während einer Pause – festgestellt, dass sich das Klima in der Gesellschaft und an den Schulen verändert.

Mika Douven: Es ist mir wichtig, dass wir ein gutes Miteinander in der Schule haben. Deshalb bin ich hier, um m

„Wir müssen begreifen und lernen, couragierter zu werden. Wir müssen im Alltag, in den Klassen oder auf dem Schulhof, offener und deutlicher als es bisher für mehr Respekt untereinander und gegenüber Mitschülern eintreten und Farbe bekennen“, hieß es. Krämer gab allen SV-Aktiven mit auf den Weg: „Lächeln ist der einfachste Weg, Zähne zu zeigen und kostet nichts. Bleibt freundlich, aber behaltet Euren Biss.“

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