Spontanes Konzert auf Altenas Flaniermeile

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Superstimmung herrschte am Freitagabend auf der unteren Lenneterrasse. Rund 250 Besucher erlebten das Spontan-Konzert des Blasorchesters.

ALTENA ▪ Anfänglich standen die Altenaer der Lennepromenade ja noch ein wenig skeptisch gegenüber. Das erklärten jedenfalls viele der Besucher, die sich am Freitagabend dort einfanden. Doch die Promenade ist in der Wertschätzung der Burgstädter gestiegen. Sie ist jetzt ihre Flaniermeile. Und die lassen sie sich nicht mehr nehmen.

Das ist auch ein Verdienst des Altenaer Blasorchesters unter der Leitung von Rüdiger Hegenscheidt. Denn die 33-köpfige Formation trat am Freitagabend an der unteren Lenneterrasse auf und sorgte für jede Menge Stimmung. Rund 250 Gäste fanden sich ein und verbrachten einen schönen Abend.

Der Auftritt des Blasorchesters war ganz spontan, denn es hatte seinen Übungsabend an die Lenne verlegt. Eine hervorragende Idee, denn am Freitagabend stimmte alles: Das Wetter, die Musik, die Laune der Gäste. Volker Trinkhaus beispielsweise empfand den Auftritt des Orchesters als eine „Supersache“. Jetzt werde es immer deutlicher, dass sich in Altena auch einmal etwas bewege.

Ganz neu ist die Idee, ein Konzert unter freiem Himmel zu geben, übrigens nicht. Hegenscheidt: „Wir haben uns schon im vergangenen Jahr dazu entschlossen, ein Konzert zu geben, wenn die Lenneterrassen fertig sind.“ Man habe dann den Wetterbericht verfolgt und als von dort für Freitag bestes Wetter vorhergesagt wurde, habe man sich kurzfristig entschlossen, das Konzert zu veranstalten.

Das wurde unter anderem auch von Ursula Lüling und Christel Gambalat begrüßt. Beide fanden die Idee ausgezeichnet und das Konzert gelungen. Lea (7), Louisa (7), Vivien (7) und Carla (6) waren ebenfalls begeistert. Die Musik sei zwar ein wenig laut gewesen, meint Carla, aber doch „irgendwie cool“. Ivonne und Jörg Seuster waren ebenfalls begeistert. Sie freuten sich insbesondere darüber, dass die Veranstaltung eine derart große Resonanz hatte. Unisono meinten sie: „Das ist richtig super.“ Das sah auch Manuel Escalona so: „Das ist absolute Spitze“, urteilte er. Solche Veranstaltung müsse es an dieser Stelle öfter geben. Und mit der Musik des Blasorchesters komme ein richtiges „Schützenfestfeeling“ auf. In genau diese Kerbe schlug auch Sandra Götzl. Sie stammt aus Bayern und ist erst vor kurzem nach Altena gezogen. „Das Fest ist super“, sagte sie und fühlöte sich an ihre Heimat erinnert. „Da läuft das genau so“, sagt sie begeistert. Die Sauerländer seien „echt gut drauf“ und würden auch so gut feiern, wie ihre Landsleute im Süden. Auch Katharina Bugarschi und Christian Schlieck fühlten sich offensichtlich wohl. Die Idee des Blasorchesters, hier ein Konzert zu geben, beschrieben sie als „sensationelle Idee“. Ein weiterer, begeisteter Gast war Jens Linderhaus, Chefarzt der inneren Abteilung des St. Vinzenz-Krankenhauses: „Diese Veranstaltung ist definitiv wichtig für Altena.“ Denn er wisse, dass die Musiker des Orchesters voll und ganz hinter ihrer Heimatstadt ständen. Linderhaus muss es wissen. Er hat nämlich selbst einmal im Blasorchester mitgespielt.

Die kleine Umfrage des AK brachte ein zwar nicht unerwartetes Ergebnis. Dass allerdings in allen Gesprächen ohne eine einzige Ausnahme- das Wort „super“ fiel, ist beachtenswert. Die Altenaer und ihre Flaniermeile. Da geht was. Und alle Befragten wünschen sich mehr derartige Veranstaltungen, auch mit wechselnden Akteuren. Das Altenaer Blasorchester jedenfalls ist mit im Boot. Dort kann sich auch jeder melden, der Spaß an Musik hat. Instrumente werden gestellt. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich. Ansprechpartner ist Rüdiger Hegenscheid (Tel. 0 23 52/2 11 10). ▪ Hartwig Bröer

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