Samstag wird auf dem Hof Gessler mit vielen befreundeten Corps groß gefeiert

Die Jagdbläser feiern  ihren Geburtstag

Bestehen am Samstag, 3. Mai, 50 Jahre: Die Jagdhornbläser des Hegeringes Altena-Nachrodt-wiblingwerde.

Altena - Am Samstag, 3. Mai 2014, wird auf dem Hof Gessler, Kleinendrescheid, gefeiert. Dann erwarten die Mitglieder des Jagdhornbläsercorps im Hegering Altena-Nachrodt-Wiblingwerde elf Bläsercorps aus dem Märkischen Kreis und weitere Jagdfreunde aus Schwelm. Alle Musiker und Jäger tragen ab 17 Uhr Jagdmusik vor und begehen so den 50. Geburtstag des Corps.

Ein Corpsmitglied unternimmt eine Zeitreise durch die Geschichte: „Im Jahre 1964 gründeten aus Freude am jagdlichen Brauchtum die Waidgenossen Jürgen Meyer, Hans-Ulrich Wille, Jürgen Pritzlaff, Karl-Heinz Tacke, Jürgen Linnhoff, Rolf Gebhardt, Gerd Kollecker, Karl-Heinz Krege, Dierk Bergfeld und Werner A. Hannig das Jagdhornbläsercorps im Hegering Altena-Nachrodt-Wiblingwerde. Schon nach geraumer Zeit waren es mehr als zehn Waidkameraden, die wöchentlich mittwochs abends unter der Leitung von Jürgen Meyer probten. Gelernt wurde auf Fürst-Pless Hörnern. Unter dem Motto „Übung macht den Meister“ entlockte die muntere Truppe schon bald schon den Hörnern die ersten Jagdsignale. Schon ein Jahr später, 1965, nahm das Corps in der Gruga in Essen an einem Bläserwettbewerb des Landesjagdverbandes teil. Alle Corpsmitglieder errangen das Bläserabzeichen.

Im Laufe der Jahre nahm das Corps an den verschiedensten Veranstaltungen auf regionaler und überregionaler Ebene teil. Die Gruppe machte es sich zur Aufgabe, die Jungjäger mit dem jagdlichen Brauchtum vertraut zu machen und besonders das notengerechte Blasen der deutschen Jagdsignale zu erlernen.In den folgenden Jahren leiteten Jürgen Meyer, Werner A. Hannig, Hans-Ulrich Wille, Rolf Gebhardt und der jetzige Corpsleiter Wolfgang Dresel die Gruppe. Die musikalische Leitung hatte über 20 Jahre Kapellmeister Joachim Kirmse inne. Er leitete das Corps und führte es mit viel Engagement und Herzblut durch alle Höhen und Tiefen des Vereinslebens. Leider musste er 1989 diese Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Sein Nachfolger wurde Stefan Kortmann, der bis 1999 die Gruppe leitete.

Im September 1995 übernahm Wolfgang Dresel das Amt des Obmannes. Sein Vorgänger Rolf Gebhardt gab diese Funktion aus persönlichen Gründen auf. Die musikalische Leitung lag weiterhin bei Stefan Kortmann. Im Jahr 1998 entstand auf einer Feier der Kontakt zum Bläsercorps im Hegering Lüdenscheid. Durch diese harmonische Zusammenarbeit wurde das Repertoire auf Jägermärsche und Fanfaren erweitert. Da beide Gruppen nur noch über wenige Bläser verfügten und man auf der Veranstaltung gemeinsam blies, beschlossen beide Gruppen, sich zukünftig bei Auftritten zu unterstützen. Fortan trafen sich beide Bläsergruppen, um gemeinsam zu proben, und nannten sich Bläsercorps Lüdenscheid-Altena, wobei aber keine der Gruppen aufgegeben wurde. So wuchs diese Gruppe zu einer Einheit.

Nach und nach wurden dann auch Parforcehörner in die Gruppe integriert, die ein ganz neues Klangbild entstehen ließen. Im Jahr 2005 hat die Gruppe dann zum ersten Mal die Hubertusmesse nach Reinhold Stief in C-Dur mit Ventilhörnern geblasen. Dieser Termin ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Jahresplanung für die Bläserinnen und Bläser. Nach einem Besuch des Landesbläserwettbewerbes 2006 in Bedburg-Hau entschloss man sich, in 2008 nach 30 Jahren wieder an einem Landeswettbewerb teilzunehmen. So machte sich die Gruppe auf ins Freilichtmuseum nach Detmold. Hier errang das Corps in der Gruppe C den 17. Platz von 31 teilnehmenden Gruppen. Das motivierte die Bläser, sich in den folgenden Jahren regelmäßig dem Wettbewerb zu stellen. 2012 übernahm Berit Dresel die musikalische Leitung. Seit Juli 2013 finden keine gemeinsamen Proben und Auftritte mit dem Bläsercorps Lüdenscheid mehr statt.“

www.blaesercorps-sauerland.de

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