Kette von Ursache und Wirkung

Stromausfall in Altena "ungewöhnlich lang"

Einsatz der Feuerwehr am Umspannwerk.

Altena - Eine selten auftretende Kette von Ursache und Wirkung hat am Freitagabend Altena in Dunkelheit gestürzt. Enervie-Sprecher Andreas Köster berichtete, dass der eigentliche Ausgangspunkt eine so genannte Ortsnetzstation gewesen sein, die auf 10-Kilovolt-Ebene arbeitet.

Von Thomas Keim

Von dort habe der Fehler zurückgewirkt auf das 110-KV-Umspannwerk im Kleff. Durch die interne Störungsüberwachung sei in der Leitwarte in Hagen-Garenfeld gleich um 17.12 Uhr klar gewesen, „das etwas im Umspannwerk Altena nicht stimmt.“ Daraufhin sei von der Bereitschaft ein Mitarbeiter aus Garenfeld und ein weiterer aus Schwerte in Marsch gesetzt worden. Die Mark-E-Kräfte seien dann zeitgleich mit der Feuerwehr im Kleff eingetroffen. Eine Brandmeldeanlage im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Die brächte aber laut Köster auch keinen signifikanten Vorteil.

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Der Schaden durch die Zerstörung einer so genannten „Zelle“ im Umspannwerk – es gibt dort etwa 40 oder 50 davon – beläuft sich nach Angaben des Stromversorgers auf „eine mittlere fünfstellige Summe.“ Die Unterbrechung der Versorgung wird auch in Hagen als „ungewöhnlich lang“ eingestuft. Grundsätzlich lässt ein solcher Stromausfall auch die Stadtwerke nicht kalt – dann muss die Energieversorgung aber schon über einen deutlich längeren Zeitraum versagen.

Eine stromlose Zeit von vier bis sechs Stunden gilt nach Angaben des Stadtwerke-Geschäftsführers als „unkritisch“. Das habe sich auch am Freitagabend gezeigt. Was bei einer langen Unterbrechung zu Problemen führen würde, erläutert Marc Bunse: Zum einen werde der Stromausfall die Wasseraufbereitung im Filterwerk unterbrechen, zum anderen stehen dann auch die Pumpen, die die Hochbehälter im Stadtgebiet mit Frischwasser beliefern. Die Behälter weisen allerdings üppige Kapazitäten auf: „Das dauert erst einmal, bis die leer sind.“ Da könne man auch von einem halben Tag sprechen. Eine Ausnahme bilde hier lediglich die höchstgelegene Bebauung. - 

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