CDU Altena stellt sich neu auf:

Björn Uhr neuer Altenaer CDU-Parteichef

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Björn Uhr bedankt sich bei der scheidenden CDU-Vorsitzenden Christel Voßbeck-Kayser, die 17 Jahre lang im Vorstand des Stadtverbandes tätig war.

Altena - Kaum gewählt, wurde der neue CDU-Stadtverbandsvorsitzende Björn Uhr schon mit Wünschen von der Basis konfrontiert: Die Union müsse vor Ort wieder mehr Profil gewinnen, sie werde von der Öffentlichkeit kaum noch wahrgenommen. Das sagte die ehemalige Ratsfrau und Bürgermeister-Stellvertreterin Ingeborg Becker und beklagte auch fehlendes Gemeinschaftsgefühl unter den Mitgliedern. Daran müsse sich was ändern.

Doch der Reihe nach: Dass Christel Voßbeck-Kayser nicht noch einmal als Vorsitzende antreten würde, war schon länger klar. Noch nicht herumgesprochen hatte sich, dass es eine ziemlich umfangreiche Erneuerung des CDU-Vorstandes geben würde. Sonja Reckschmidt und Uwe Kober lösten die bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Yvonne Slejfir und Christian Schulte ab. Mit Daniela Brocksieper, Karl-Heinz Kühn, Thomas Roberg und Stefanie Uhr wurden gleich vier neue Beisitzer gewählt. Nur Alexander Stein nahm diese Position schon in den vergangenen Jahren ein, Kassierer Frank Waßmuth und Geschäftsführer Andreas Schmale wurden wiedergewählt. Aktuell hat die CDU Altena 123 Mitglieder. 38 davon kamen zur Jahreshauptversammlung. Austritte seien selten, berichtete Christel Voßbeck-Kayser – „das sind vielleicht eine Handvoll“.

Der neue CDU-Vorstand von links nach rechts: Frank Waßmuth, Uwe Kober, Stefanie Uhr, Björn Uhr, Sonja Reckschmidt, Alexander Stein, Thomas Roberg, Andreas Schmale, Karl-Heinz Kühn und Daniela Brocksieper.

Der Rückgang der Mitgliederzahl habe in erster Linie demografische Gründe, sei also durch Wegzüge oder Todesfälle bedingt. „Altena ist in Bewegung“, sagte Voßbeck-Kayser in ihrem letzten Geschäftsbericht und verwies unter anderem auf Investitionen an den Schulen und in die Stadtentwicklung. „Leider dauert es manchmal sehr lange, bis Ergebnisse sichtbar werden“, sagte Voßbeck-Kayser und forderte einen Bürokratieabbau auf allen Ebenen. Die Erneuerung des Vorstandes geschehe auch mit Blick auf die Kommunalwahl 2020, teilte die scheidende Vorsitzende mit und skizzierte, welche Aufgaben ihrer Ansicht nach auf Björn Uhr und seine Mitstreiter zukommen. In einer Welt, die immer digitaler werde, müsse darüber nachgedacht werden, wie Politik auf den Bürger zugehen könne. „Miteinander reden, sich anschauen, gemeinsam aktiv sein – das darf auf keinen Fall verloren gehen“, forderte die ehemalige Bundestagsabgeordnete.

Herausforderung für Partei und Fraktion

Trotzdem komme die Union nicht daran vorbei, auch in der digitalen Welt vor Ort zu sein: „Das wird eine echte Herausforderung für Fraktion und Stadtverband“. „Anpacken und mutig sein – nur so kann man Zukunft gestalten“ – das gab Voßbeck-Kayser dem neuen CDU-Vorstand abschließend mit auf den Weg. „Ich möchte mitgestalten“, sagte Björn Uhr in seiner Kurzvorstellung im Hotel am Markt. Der 46-Jährige ist verheiratet und hat eine 13-jährige Tochter. Er arbeitete länger als Pfleger im St. Vin zenz-Krankenhaus und wechselte dann zu einer Krankenkasse, wo er nicht nur als Pflegeberater tätig ist, sondern sich auch im Personalrat engagiert. Als „eher nicht CDU-typisch“ bezeichnete Uhr seine Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft und bei der Menschenrechtsorganisation Amnesty International.

Der neue Chef ist seit 1998 CDU-Mitglied

CDU-Mitglied ist Björn Uhr seit 1998, 2001 sammelte er erste kommunalpolitische Erfahrungen. „Ich freue mich, mit einem guten Team Politik für Altena zu gestalten“, sagte Uhr, nachdem er einstimmig gewählt worden war und ging dann auch auf die Wünsche von Ingeborg Becker ein: „Mit Sicherheit“ werde es in diesem Jahr noch Veranstaltungen geben.“ Am Geld wird es dabei nicht scheitern. Das zeigte der Bericht des Schatzmeisters Frank Waßmuth, den Voßbeck-Kayser scherzhaft als „unseren Goldesel“ bezeichnete.

Parteikasse gut gefüllt

Obwohl Altenas CDU im vergangenen Jahr den Bundestagswahlkampf von Christel Voßbeck-Kayser mit einem erheblichen Betrag mitfinanzierte, verfügt er über einen fast sechsstelligen Kassenbestand und ist damit der mit Abstand reichste im CDU-Kreisverband.

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