Bistumsweite Premiere von Praise & Worship in St. Matthäus 

+
Gelungene Mischung: Neben Instrumenten kamen allerhand schöne Stimmen zum Einsatz.

Altena -  Bistumsweite Premiere in Altena: Der erste Workshop für Praise & Worship-Musik fand am Wochenende im Pfarrsaal St. Matthäus statt. Pfarrer Ulrich Schmalenbach hatte als erster Geistliche im Bistum Essen Interesse für dieses neue Angebot angemeldet.

16 Teilnehmer mit Stimme und Instrumenten hatten Lust, sich für einen besonderen Gottesdienst vorzubereiten. Schlägt Praise & Worship in Altena ein, dann wird es vielleicht Gottesdienste geben, in denen es die Besucher nicht mehr in den Bänken halten wird. Im Gegensatz zu den üblichen getragenen Klängen ist Praise & Worship eine kirchenmusikalische Stilrichtung, bei der auch geklatscht und getanzt werden kann. Im Ausland längst populär und etabliert, findet diese Musik in Deutschland bislang eher in freikirchlichen Gemeinden Gehör. „Bei den Katholiken ist sie noch gar nicht angekommen“, weiß Stefan Glaser, bischöflicher Beauftrager für Kirchenmusik im Bistum Essen. 

Er gehört wie Chris Hees (Bass), Nils Bloch (Schlagzeug), Ali Rink (Gitarre), Gregorio Mangano und Sängerin Katharina Schledinski aber jenem Arbeitskreis für Popularmusik an, der neue Klänge in den Kirchengemeinden etablieren kann. Der stellt auf Wunsch Profimusiker in den Pfarreien ab, die musikalisch interessierte Gemeindemitglieder und auch Gäste fit machen für moderne Lobpreis-Melodien. „Gespielt wird ein Stil aus Rock, Pop, Jazz und Gospel. Man kennt solche Melodien aus dem Radio, bei Praise & Worship werden sie mit modernen, lobpreisenden Texten interpretiert“, erklärt Chris Hees. Er und seine Mitstreiter bekamen die Workshop-Teilnehmer am Freitag und Samstag flott fit für die Gestaltung des ersten Praise & Worship-Gottesdienstes, der am Sonntag in St. Matthäus stattfand. 

Bei bestehendem Interesse kommen Mitglieder des Arbeitskreises Popularmusik wieder nach Altena

Die Instrumentalisten unter den Interessenten brachten Gitarre, Keyboard, Saxophon, Klarinette, Violine und Querflöte mit, andere liehen dem Projekt ihre Stimme zur Bildung eines Chores. Besteht seitens der Teilnehmer und der Kirchenbesucher Interesse daran, Praise & Worship in Altena fortzuführen, kommen Mitglieder des Arbeitskreises Popularmusik gern wieder nach Altena, um Hilfestellung zur Gründung einer Gruppe zu geben. Alle Mitwirkenden sind Musiker im Hauptberuf mit entsprechendem pädagogischen Talent. Pfarrer Ulrich Schmalenbach würde es gern sehen und vor allem hören, dass diese modernen Klänge in St. Matthäus Einzug halten. „Für Probegelegenheiten können wir sorgen als Gemeinde.

 In puncto Finanzierung müssten wir uns etwas überlegen.“ Da springt dem Pfarrer Stefan Glaser zur Seite: „Auch da kann das Bistum helfen!“ Dem ist es nämlich viel wert, Popularmusik verstärkt in den Gemeinden zu etablieren. Aktuell sind zwei hauptamtliche Stellen ausgeschrieben für Mitarbeiter, die sich um Praise & Worship und Co. im Bistum kümmern sollen. Ein frischer Wind, der insbesondere junge Menschen an das breite Thema Kirchenmusik heranführen könnte. Der erste Schritt ist in der Burgstadt nun schon gemacht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare