Altenheime im Krisenmodus

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Die Seniorenheime in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde treffen Vorsichtsmaßnahmen, um einen Corona-Ausbruch bei den Bewohnern zu verhindern. Bisher scheinen diese Maßnahmen Wirkung zu zeigen.

Weder im Ellen-Scheuner-Haus in Altena noch im Perthes-Haus in Nachrodt sind Verdachtsfälle oder gar bestätigte Infektionen bekannt. „Es ist alles klar, soweit es eben klar sein kann“, sagt Petra Winkler, Leiterin der beiden Pflegeheime. „Dafür, dass wir noch keine Betroffenen bei uns haben, bin ich sehr dankbar.“

 Damit das so bleibt, führen die Einrichtungen strenge Hygienemaßnahmen durch. „Wir orientieren uns dabei vor allem an den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes“, sagt Petra Winkler. Die Mitarbeiter würden die Vorschriften sorgfältig umsetzen. Längst sei es alltäglich geworden, dass die Bewohner und Pfleger Abstand zueinander halten, wo es nur geht. 

Die Mitarbeiter wurden zudem in kleinere Gruppen eingeteilt, damit im Fall einer Infektion nicht alle als Kontaktpersonen in Quarantäne müssen. Neben den zentralen Informationen des RKI gebe es interne Krisenstäbe, berichtet Petra Winkler: „Einen bei unserem Träger, der Evangelischen Perthes-Stiftung, und jeweils einen weiteren, kleinen Krisenstab vor Ort in unseren Einrichtungen.“ So solle gewährleistet werden, dass ein ständiger Austausch stattfindet, zum Beispiel über neue Maßnahmen und den Stand der Dinge, der sich in diesen Tagen fast stündlich ändern kann.

 „Dass diese Situation so kommen würde, hätte wohl keiner erwartet“, sagt Winkler. In relativ kurzen Abständen gebe es immer wieder neue Empfehlungen und Anweisungen. „Wir setzen hier vor Ort alles um. Die intensive Zusammenarbeit ist ohnehin wichtig, gerade jetzt aber wichtiger denn je.“

 Was die Versorgung mit Schutzkleidung angeht, sei die Situation im Wesentlichen „so, wie es oft in den Medien berichtet wird“, sagt Winkler und spielt damit auf Versorgungsengpässe an. Die Mitarbeiter im Einkauf der Perthes-Stiftung seien viel damit beschäftigt, Händler aufzutun und Bestellungen aufzugeben. Einen Notvorrat gebe es. Darüber hinaus würden Lieferungen erwartet, unter anderem der begehrten FFP-2 Schutzmasken. Wie die aktuelle Situation im Nachrodter Hof aussieht, bleibt unklar: Im Seniorenheim war trotz mehrfacher Anfrage niemand für eine Auskunft zu erreichen.

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