Handel im Wandel

Ein Nischengeschäft: Birgit Saleina macht Hobby zum Beruf

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Wagte vor mehr als fünf Jahren den Weg in die Selbstständigkeit. „Lennewolle“-Geschäftsinhaberin Birgit Saleina. „Ich hab mein Hobby zum Beruf gemacht!“

Altena - Jahrzehntelang hatte Birgit Saleina in der Industrie in einem Büro der Arbeitsvorbereitung gearbeitet. Als sie dann mit 55 Jahren die Kündigung erhielt, wagte sie etwas ganz Neues. „Durch Vermittlung von Andreas Opitz reifte in mir der Gedanke, ,warum machst du dich nicht mit einem Wollefachgeschäft selbstständig?’“, erzählt sie heute.

Sie fand schnell ein Ladenlokal an der Lennestraße 80 und nannte ihr Geschäft auch gleich danach, nämlich „Lennewolle“. „Ich hab es bis heute nicht bereut“, sagt die Geschäftsfrau und fügt an: „Irgendwie habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.“ Ihr ganzes Leben habe sie gern gehandarbeitet. „Für mich ist das nicht nur eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Es macht Spaß!

Es macht einfach Spaß“, sagt die 61-Jährige. Ihr Angebot sieht sie durchaus als Nischengeschäft, deshalb erweiterte sie vor einiger Zeit ihr Angebot noch um Kurzwaren und Strickzubehör sowie kleine Geschenkartikel. „Damit komme ich ganz gut zurecht.“ Zwar ist das ganze durchaus eine Plackerei - Saleina ist täglich von 9.30 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr und sogar samstags von 9.30 bis 13 Uhr im Geschäft, „aber ich habe mir auch einen treuen Kundenstamm erarbeitet.“

Wer strickt denn noch heute?

Wer strickt heute? Wer häkelt? Saleina hat die Erfahrung gemacht, dass es durchaus viele Frauen jeden Alters „und wenige Männer!“ gibt, die Freude daran haben, einen Pullover selbst zu stricken. „Man darf die Arbeitszeit nicht rechnen. Und ganz billig ist das auch nicht“, fügt sie ehrlicherweise an. „Dafür hat man aber ein Unikat.“ Und während sie das sagt, streichelt sie gedankenverloren über einen Schal an ihrem Hals. „Das ist Mohair mit feiner Seide. Schon etwas Besonderes...“ Hund Tobi gehört an der Lennestraße 80 übrigens zum festen Inventar. „Der passt auf, ist meine lebende Klingel“, lacht die Geschäftsfrau. Sie bot und bietet immer mal wieder Strickkurse für Einsteiger an. „Daraus hat sich ein fester Kreis gebildet.

Stricken kann praktisch jeder

Jetzt stricken wir hier zusammen“, stellt sie fest. Stricken könne im Übrigen „jeder lernen. Das schult die Feinmotorik und entspannt ganz prima.“ Gibt es Trends, gibt es besondere Farben, Formen oder Schnitte? Saleina verneint, „es kommt irgendwie alles auf den eigenen Geschmack an. Nur das zählt.“ Und sie nimmt wieder Stricknadeln - übrigens von addi aus Dahle - zur Hand. Und schon heißt es wieder: Zwei rechts, zwei links, eins fallen lassen...

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