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Bierbach-Brache: Altlastenbeseitigung unterbrochen

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Von: Volker Heyn

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Vor dem Abbruch der Gebäude war die ehemalige Firma Bierbach an der Werdohler Straße entkernt worden. Dass es dort Altlasten gibt, war von vornherein klar. Jetzt hat der Märkische Kreis das Bodengutachten der Stadt bemängelt, es muss nachgebessert werden.
Vor dem Abbruch der Gebäude war die ehemalige Firma Bierbach an der Werdohler Straße entkernt worden. Dass es dort Altlasten gibt, war von vornherein klar. Jetzt hat der Märkische Kreis das Bodengutachten der Stadt bemängelt, es muss nachgebessert werden. © Bender, Thomas

Bis in die Abendstunden flog der Hubschrauber vom Burgberg bis in die Baustelle am Obergraben der Lenne, das war auch sehr gut im Sitzungssaal des Altenaer Rathauses zu hören.

Die Geräuschkulisse passte zum Thema der Anfrage von SPD-Ratsmitglied Christoph Kerper. Er wollte wissen, wie es um die Brache von ehemals Bierbach an der Werdohler Straße stehe.

Tage zuvor hatten unmittelbare Anlieger von der anderen Straßenseite ihrem Ärger gegenüber unserer Zeitung Luft gemacht. Die Belästigungen durch Baustelle, Bundesstraße und jetzt auch noch durch Fluglärm seien kaum mehr zu tolerieren.

Stadt muss „nachbessern“

Andreas Kisker, Abteilungsleiter Planen und Bauen, erklärte, dass der Märkische Kreis das Altlasten-Gutachten der Stadt bemängelt habe und die Stadt „nachbessern“ müsse. Vor etwa drei Wochen habe es einen Ortstermin gegeben. Deshalb seien schon seit längerer Zeit keine Aktivitäten beim Abraum der letzten Aushubhaufen zu erkennen. Derzeit passiere direkt auf dem Gelände nichts: „Da liegt noch einiges im Boden, was nur provisorisch abgedeckt ist.“

In Verlängerung des Geländes in Richtung Werdohl lagert der Nachrodter Bauunternehmer Müller Materialien und Aushub für die Baustelle am Obergraben. Dieser Baustellenlagerplatz sei geduldet, so Kisker, für die Baustellenlogistik und damit auch für die Verkehrsteilnehmer sei das eine gute Sache.

Als „Filetgrundstück“ angekündigt

Christoph Kerper fragte weiter nach: Das Bierbach-Grundstück sei dem Rat doch mal als „Filetstück“ versprochen worden? Kisker entgegnete, dass die Aufbereitung des Geländes doch keine Eile habe. 27 Studierende wollten die Ergebnisse ihres Workshops, wie man das gesamte Gelände am Schwarzenstein zukünftig nutzen könne, im Herbst vorstellen. Bis dahin sei es der Stadt bestimmt gelungen, die Bierbach-Brache optisch attraktiver zu gestalten. Wenn das Gutachten nachgearbeitet sei, müsse wieder die Fachfirma an die Arbeit.

In Richtung der verärgerten Anlieger sagte Kisker, dass er sich eine Beschädigung deren Häuser durch Verkehr und Erschütterungen nicht vorstellen könne. „Da fahren doch nicht wie früher 9000 Fahrzeuge am Tag vorbei.“

Bürgermeister: Situation sehr ärgerlich

Bürgermeister Kober (CDU) sagte, dass die Situation für die Anlieger sehr „ärgerlich“ sei „und wirklich nicht schön.“

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