Neues Schmuckstück in der Innenstadt

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Seit einigen Tagen sind Fachhandwerker dabei, das ehemalige Einzelhandelsgeschäft Trippe an der Lennestraße 83 zu sanieren und behutsam umzugestalten. Es beherbergt bald die Schülerfirma der Burg-Gymnasiasten. ▪

ALTENA ▪ Simone Schmidtke, Kommunikationsberaterin in Diensten von Stadt und Verein für das bürgerschaftliche Engagement in Altena, ist täglich auf „ihrer Baustelle“. Gemeint ist das ehemalige Ladenlokal Trippe an der Lennestraße 83, das zurzeit behutsam saniert und umgestaltet wird.

Schon in vier Wochen soll in den Räumlichkeiten des ehemaligen Schreibwarenfachgeschäftes die Schülerfirma der Burggymnasiasten (BGA) einziehen (AK berichtete). Schülerfirma steht dabei für ein Projekt und Paket von Dienstleistungen, das die jungen Leute in den Sparten kleine Dienstleistungen für ältere Menschen, etwa das Ausführen von Hunden, Schneeräumen oder Einkaufshilfen, anbieten. „Zudem“, so ergänzt Simone Schmidtke, „werden die BGA-Schüler auch Souveniers verkaufen.“ Man sei im Moment dabei, auszuloten, was es alles für und über Altena gäbe. Der Fantasie seien kaum Grenzen gesetzt und wenn der Burgaufzug einmal realisiert sei, käme sicherlich das ein oder andere Andenken aus der Burgstadt noch hinzu.

Eine historische Kutsche wird als Blickfang ins Fenster gesetzt, sie stand früher auf der Burg. Dann gibt es noch eine Verkaufstheke und eine Verweilecke. Das Projekt „Schülerfirma“ geht auf eine Idee zurück, die auch das Land Nordrhein-Westfalen fördert. So gab es einen Zuschuss von 70 000 Euro, der für den Ankauf des Trippe-Hauses einschließlich der Sanierung und der Erstmöbelierung genutzt werden darf.

Beim jetzt begonnenen Projekt setzen sowohl die Burggymnasiasten wie auch der Verein für bürgerschaftliches Engagement ein klein wenig auf Nostalgie. „Vieles, was es hier im ehemaligen Ladenlokal gab, ist erhalten geblieben und wird auch weiter genutzt.“ Simone Schmidtke zeigt etwa eine auf Maß angefertigte Schubladen-Wandfassade im hinteren Bereich des Verkaufsraumes. „Da kann man viel unterbringen. Übersichtlich und schön. Es wäre viel zu schade, sich davon zu trennen.“ Auch im ehemaligen Trippe-Büro hinter dem eigentlichen Verkaufsraum bleibt einiges erhalten. Die Möbel die hier stehen, atmen noch ein wenig Geschichte, werden wohl neu gestrichen oder überarbeitet und können so weiter genutzt werden. Wie der mächtige Tresor, gut 180 Zentimeter hoch und aus massivem Stahl. „Alles funktioniert, warum sollte der auf den Schrott?“, sagt Simone Schmidtke.

Selbst die Wandfarbe und die Decke bleiben in dem Grün, das einst auch die Hausfarbe von Trippes war. „Ich denke mal, wir werden nur das eine oder andere überstreichen müssen. Grün ist auch das Firmen-Logo der Schülerfirma“.

Ambitioniert ist der Plan, dass im ehemaligen Ladenlokal schon im Oktober neues Leben einzieht. Sie wisse, dass der Zeitplan eng sei, aber mehr als vier Wochen wollen sich Burggymnasiasten und auch die Verantwortlichen des Vereins für bürgerschaftliches Engagement nicht geben. „Wir eröffnen im Oktober“, heiße die Devise und das bleibe auch so.

Immer wieder wirft auch Margret Trippe mal einen Blick in ihr ehemaliges Domizil. Gestern morgen schaute sie den Bauhandwerkern zu und erfreute sich daran, dass hier, wo sie jahrzehntelang arbeitete, schon bald neues Leben einkehrt. „Es freut mich“, sagt die Altenaerin aus tiefstem Herzen. ▪ Johannes Bonnekoh

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