BGA-Gymnasiasten gründen mit Bundeshilfe Firma

70000 Euro gibt es an Zuschüssen für ein neues Altenaer Projekt. Mitten drin: Schüler des Burggymnasiums.

ALTENA - Freude am Burggymnasium (BGA). Am Donnerstag erhielt Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein aus dem Bundes-Bauministerium, Berlin, die lang ersehnte E-Mail. Damit ist amtlich, dass das Ministerium weitere 70 000 Euro für ein Altenaer Projekt bereit stellt: Das so genannte Obst-Büro. Dahinter steht eine Idee der Oberstufe des BGA, die einen eigene „Schüler-Firma“ gründen will.

Simone Schmidtke, hauptamtliche Mitarbeiterin des Krämerdorf-Vereins und Pädagoge Lars Pautsch, sind mit im Boot, wenn Oberstufenschüler der Altenaer Penne bereits ab Herbst so genannte „alltägliche Hilfen“ für die Bürger der Stadt anbieten wollen. Dahinter stehen Dienstleistungen im Alltag, aber auch das Vermarkten von Ferienwohnungen am Ort. Ein Schüler hat dazu sogar ein eigenes EDV-Programm geschrieben das die Verwaltung und Belegung mti einem Mausklick sichtbar macht. Für diese Aktivitäten gibt es auch ein Logo: Das ziert die Silhouette der Burg Altena auf einem Apfel.

Die Arbeit der jungen Gymnasiasten ist eingebunden in den laufenden Sozialkunde-Unterricht an der Bismarckstraße und gleichbedeutend mit einer Facharbeit, so Lehrer Lars Pautsch. Allerdings geht es schwerpunktmäßig um eine langfristig angelegte ehrenamtliche Arbeit der beteiligten Schüler.

Der Name Obst-Büro leitet sich aus dem Begriff Oberstufen-Schüler ab. Nebeneffekt der geplanten Schülerfirma: Sie wird helfen, die anstehende Abi-Feier dieses Jahrgangs an ihrer Schule mit zu finanzieren. Angesichts von Festkosten, die schnell 20 000 Euro oder mehr erreichen, sind die Erlöse einer solchen Schüler-Firma eine wirksame Entlastung für das Budget.

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein geht nach dem Donnerstag zugestellten Bewilligungsbescheid davon aus, das Konzept noch in diesem Jahr zu beginnen und umzusetzen. Die Stadt leitet die Bundesmittel, wenn sie auf ihrem Konto eingehen, umgehend an den „Verein zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagementes“ weiter.

Der im Volksmund Krämerdorf-Verein genannte Zusammenschluss vieler Bürger, Stadtvertreter und Vereine, tritt am 31. Mai zusammen. Dann steht unter anderem die Beratung und Beschlussfassung über den Kauf oder die Anmietung des ehemaligen Einzelhandelsgeschäftes Trippe an der Lennestraße an. Die Immobilie müsste – je nach Nutzung – auch umgebaut werden. Angedacht ist, wie Simone Schmidtke gegenüber unserer Zeitung sagte, „die Schaffung eines gut erreichbaren Treffpunktes für junge Leute.“ Der könnte in der ehemaligen Druckerei Trippe liegen. „Das hätte schon einen gewissen Charme“, meinte sie. von Johannes Bonnekoh

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