Altenas Bücher-Tausch-Schränke erfreuen sich großer Beliebtheit

Bevor sie im Container landen

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Antonius Gusik und Eva Standke bestücken die Bücherei-Ape regelmäßig mit neuem Lesestoff. Jeder Kunde kann geben, was er möchte. Generell besteht hier kein Tauschprinzip, aber manchmal legen Kunden einfach neuen Lesestoff dazu.

Altena - Es herrscht ein reger Tauschverkehr in Altena. Noch gar nicht lange hat Bettina Tonelli ihren Bücherschrank in ihrem Kühlwarenladen in der Lennestraße aufgestellt, doch die erste Charge Gebrauchtbücher ist längst weggelesen. Jeder darf sich an der gespendeten Literatur gratis bedienen oder ein ausgelesenes Buch dazu stellen. Insgesamt an vier Stellen im Stadtgebiet ist an gut erhaltenen Lesestoff zu kommen. „Und es läuft super!“ berichten alle Anbieter.

Bettina Tonelli hatte die Idee des Büchertausch-Schranks schon an ihrem früheren Geschäftsstandort in Hemer. „Ursprünglich hatten wir gespendete Bücher verkauft für Kinder, die sich vom Erlös ein neues Fahrrad kaufen wollten. Nach der Aktion waren noch einige Exemplare übrig. Daraus habe ich dann die Tauschbörse etabliert, die wir in Altena natürlich gerne fortsetzen.“ Es herrscht ein reger Verkehr an dem Regal. „Grade jetzt in der Ferienzeit haben sich viele Urlauber Lesestoff mitgenommen. Einer der Stammkunden aus Hemer kommt regelmäßig mit dem Fahrrad zum Büchertausch“, schildert die Geschäftsinhaberin. Interessanterweise wird kaum „Schrott“ abgegeben.

Bettina Tonelli brachte die Idee aus Hemer mit nach Altena. „Es kommt viel guter Lesestoff rein!“, freut sich die Geschäftsfrau

 „Alles gut erhaltene Sachen!“ zeigt Tonelli auf die Kiste mit Nachschub. Gelegentlich sortieren Antonius Gusik und Eva Standke ein klein wenig „Schrott“ aus der Bücher-Ape im Stapelcenter aus. Auf der Ladefläche des überdachten Rollers befinden sich viele gut erhaltene Schätze, die aus dem Verkaufskeller und dem aussortierten Büchereibestand stammen. Hier herrscht offiziell kein Tauschprinzip vor: „Die Leute geben, was sie für ein Buch oder eine Zeitschrift geben möchten und werfen den Betrag in die kleine Kasse. Abends nehmen Schlippes die mit rein. Und wir holen am Monatsende mal 30, ab und zu auch mal 60 Euro raus“, schildert das Bücherei-Team.

Mit der Ape

Mit der Ape ist der Bestand an gespendeten Büchern ordentlich verkleinert worden. „Wir können jetzt wieder Spenden annehmen“, schildern Standke und Gusik. Eine Zeit lang ging das nicht, weil der Keller überquoll. Der Entleih-Bestand muss aus regelmäßig „entrümpelt“ werden. „Juristische Literatur ist zum Beispiel ganz schnell nicht mehr aktuell, die muss dann raus. Und es gibt Bücher, die irgendwann einfach nicht mehr entliehen werden.

Ape-Angebot

Die kommen dann ins Ape-Angebot“, berichtet das Team. Richtig gut gehen da Kinderbücher. „Da ist eine Kiste oft ganz schnell leer. Verständlich, denn da tut der Verschleiß auch nicht so weh, wenn kleine grobmotorische Hände sich mit spannenden Geschichten befassen“, lachen die beiden. Übrigens gibt es auch im Dahler Dorfcafé und bei der Caritas Büchertausch-Schränke. Jeder darf sie bestücken und sich daran bedienen.

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