Beute schwer und teuer

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Ein Harvester bei der Arbeit. Die Forstmaschine ist ein sehr teures Werkzeug. -

ALTENA - Ein 33-jähriger Mann musste sich jetzt wegen eines im wahrsten Sinne des Wortes besonders schweren Diebstahls vor dem Amtsgericht Altena verantworten. Er soll nämlich in der Nacht vom 29. auf den 30. Mai 2008 einen mehrere hundert Kilo schweren und etwa 100 000 Euro teuren Harvesterkopf gestohlen haben. Dabei handelt es sich um einen Bestandteil einer Baumerntemaschine, die nach Kyrill auf dem Wixberg zum Einsatz kam.

Aufbruchspuren am Führerhaus des Fahrzeugs und Hinweise auf ein manipuliertes Zündschloss ließen Ermittler zu dem Schluss kommen, dass die Täter sich gewaltsam Zugang zum Steuerungssystem verschafft, und dann den kompliziert angebrachten Harvesterkopf abmontiert hatten. Der Angeklagte war durch DNA-Spuren an Handschuhen am Tatort ins Visier der Polizei geraten.

Vor Gericht beteuerte er jedoch seine Unschuld. Er sei an dem besagten Tag gar nicht dort gewesen. Allerdings habe er eine Weile vorher bei der Firma, der das Fahrzeug gehörte, gearbeitet. Dabei hatte er immer Handschuhe tragen müssen, womit sich erklärt, wie seine Spuren an den Tatort gelangt waren.

Ein als Zeuge geladener Polizist gab an, dass es sich bei dem Täter um einen Profi gehandelt haben muss, da der Harvesterkopf nicht hätte entfernt werden können, ohne zuvor komplizierte hydraulische Verbindungen zu lösen.

Zwar lagen dem 26-Jährigen die Bilder einer Überwachungskamera aus der Tatnacht vor, aufgrund der schlechten Qualität konnte er den Angeklagten jedoch nicht als den Täter identifizieren. Am Ende konnte das Gericht den Schwerter nur freisprechen. Denn: „Der Tatnachweis lässt sich hier nicht erbringen. Die Einlassung lässt sich nicht widerlegen”, so die Begründung der Staatsanwaltschaft.

Dem hatte auch der Verteidiger des Mannes, Rechtsanwalt Björn Zschönig aus Solingen, nichts mehr hinzuzufügen. Sichtlich erleichtert nahm der 33-Jährige am Ende das Urteil entgegen: “Ich bin froh, dass das vorbei ist.” - jape

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