Sport mit den Kugeln

Ehepaar lädt zum öffentlichen Boule-Spiel in Altena ein

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Wolfgang und Bettina Hoppe haben für ihr erstes öffentliches Spielen am 6. April einige Kugeln in Reserve besorgt, die an Interessenten verliehen werden.

Altena – Bettina und Wolfgang Hoppe sind aufs Schweinchen gekommen. Die beiden Altenaer spielen seit einem guten Jahr bei den Boule-Freunden Neuenrade mit und möchten den Sport mit den Kugeln gern auch in Altena bekannt machen.

Dazu laden sie für den 6. April um 11 Uhr ins Athletik-Stadion neben der Sauerlandhalle ein, wo auch ganz Ungeübte den Inhalt der Köfferchen ungezwungen ausprobieren können.

Als leidenschaftliche Camper war dem Altenaer Ehepaar der Sport schon lange ein Begriff. Immer mal wieder und immer zum Spaß vertrieben sich die Hoppes als Paar oder mit Urlaubsbekanntschaften die Zeit beim Sport an der frischen Luft. Vor einem eineinviertel Jahr sind sie dann dem Neuenrader Verein beigetreten und lernten den Sport dort so richtig kennen. 

„Seitdem hab ich mein Boule-Set immer im Kofferraum.“, erklärt Wolfgang Hoppe lachend. Denn spielen kann man überall und auf jedem Untergrund. „Und Übung macht den Meister“, ergänzt er. Die bunte kleine Kugel, das sogenannte Schweinchen, gibt vor, wohin die Reise geht. Ziel des Spiels ist, so nah wie möglich die dicke Metallkugel ans Schweinchen zu bringen. Das gibt Punkte. 

Der Gegner kann das gute Wurfergebnis aber ganz schnell wieder zunichtemachen, indem er die fein platzierte Kugel mit einem geschickten Wurf wegschiebt. So kann eine Partie Boule eine halbe Stunde, aber auch mal zwei Stunden gehen - je nachdem, wie viel Geschick die Gegner an den Tag legen. Gewonnen hat, wer 13 Punkte erreicht hat. Entweder als Solo-Spieler oder im Team.

Es gibt Kugeln in mehreren Gewichtsklassen. Gehalten werden sie ohne Daumen.

Im Double spielen zwei Spieler in einer Mannschaft mit je drei Kugeln, im Triplette sind drei Mannschaftsspieler mit je zwei Kugeln ausgestattet. Gefasst wird die Kugel ohne Daumen, um während des Schwungholens nicht die Wurfbahn negativ zu beeinflussen. Gespielt wird über eine Distanz von sechseinhalb bis zehn Metern. 

Im Turniersport gilt, dass das Schweinchen einen Mindestabstand von 50 Zentimetern zum Bahnrand haben muss. Abgeworfen wird von einem markierten Anspielpunkt aus. „Viel mehr braucht man für den Anfang noch nicht wissen“, erklären Hoppes. Interessenten werden sie am 6. April alles Nötige zeigen. Insgesamt besitzen sie mittlerweile 24 Kugeln, sodass kein Interessent leer ausgehen muss. Den Untergrund im Athletik-Stadion bezeichnen Hoppes als ideal.

Mit dem Zähler behalten die Spieler den Überblick. Wer 13 Punkte hat, gewinnt.

Auch die Stadt hat die Nutzung der Bahn zugesagt und der MTV Altena hat sich sogar schon bereit erklärt, ein Boule-Team aufzunehmen, sofern Interesse an einem regelmäßigen Training entstehen sollte. Wer meint, das Spiel sei in unseren Gefilden exotisch, wird staunen, wenn er hört, wo Ehepaar Hoppe schon überall Bahnen entdeckt hat: Neben dem Sommer- und Wintergelände der Boule-Freunde Neuenrade gibt es noch Spielstätten in Werdohl, Ihmert und in Meinerzhagen, wo sogar im Bundesligabetrieb gespielt wird. 

„Wir fangen aber erst mal nur zum Spaß an“, bekräftigen Hoppes. Mitmachen können Menschen jeder Altersgruppe. Auch körperliche Einschränkungen sollen nicht vom Sport abhalten. Selbst im Schwerstbehindertensport ist Boule eine anerkannte olympische Disziplin. „Es sind schwungvolle, fließende Bewegungen, die wirklich guttun“, wirbt das Ehepaar.

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