Betreuungslücke: „Kein unlösbares Problem“

Für Schulanfänger entsteht nach dem 31. Juli eine Betreuungslücke.

ALTENA - Die Betreuungsverträge für Kinder in Tageseinrichtungen enden zum 31. Juli. Eingeschult werden die Schulanfänger aber erst nach den Sommerferien, und die enden erst am 27. August. Was passiert mit den Kindern während dieser „Betreuungslücke“? Diese Frage stellte jetzt die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

In der offiziellen Anfrage schreibt der Fraktionsvorsitzende der Grünen Oliver Held: „Welche Vorkehrungen trifft die Verwaltung, um Familien, deren Kind zum Ende der Sommerferien 2010 eingeschult wird, eine vertraute und gute Kinderbetreuung in den Ferien zu ermöglichen?“ Diese Frage solle bis zur nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 14. April geklärt werden.

„Das Problem ist bekannt“, erklärte gestern Wolfgang Friess, Fachbereichsleiter Soziales, Jugend und Familie, im Gespräch mit der Redaktion. „Aber, wir warten ab“, meinte er. Laut Landesregierung liege die Verantwortung bei den Kommunen. Doch: „So alleine können wir das Problem nicht lösen, da müssen die Träger mit ins Boot genommen werden.“ Gespräche müssten also geführt werden, so Friess. In erster Linie sei mit den Einrichtungen zu klären, wann sie denn zwecks Sommerpause schließen. Zudem hätte der Städte- und Gemeindebund bei der Landesregierung eine Anfrage gestellt, aber noch keine Antwort erhalten.

„Je nachdem, wie die Ferien liegen, kann diese Problematik alle Jahre mal wieder vorkommen“, so Friess, der das Ganze nicht als so dramatisch einstuft. „Bis jetzt haben wir das immer gestemmt“, ist er zuversichtlich, dass es auch in diesem und im kommenden Jahr  („da wird es noch kritischer“) klappen wird. „Eltern sind oft flexibler, als man denkt“, sagte Friess. Wenn sie früh genug Bescheid wüssten, würden sie ihre Kinder so lange bei Verwandten oder Bekannten unterbringen. „Es handelt sich nicht um ein unlösbares Problem.“ ▪ kre

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