Kreis sperrt Schul-Aula

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Gut zu sehen: Erhebliche Betonschäden an der Aula der beruflichen Schule. ▪

ALTENA ▪ Die Aula des Eugen Schmalenbach-Berufskollegs an der Bismarckstraße bleibt bis auf weiteres gesperrt. Grund: Größere Betonschäden, deren Auswirkungen auf die Statik des Gebäudes noch unklar sind.

Entdeckt wurden die Abplatzungen an tragenden Teilen im Zuge der während der Ferien üblichen Renovierungsarbeiten. „Wir handeln da nach dem Motto ,Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste’“ erklärte Kreispressesprecher Hendrik Klein auf Anfrage. Am Morgen wurde die Schulleitung von den Problem unterrichtet – und zwar mit der Aufforderung, die Aula vorerst nicht zu nutzen.

Klein machte deutlich, dass das Problem nicht auf die lange Bank geschoben wird: Es seien bereits zwei Firmen gebeten worden, die Schäden unter die Lupe zu nehmen, Sanierungsvorschläge zu machen und die dafür anfallenden Kosten zu berechnen, sagte er.

Die Aula wurde in den 60er Jahren in Stahlbetonbauweise errichtet. Schäden an Betonbauwerken dieses Alters sind nicht ungewöhnlich. Sie werden in der Regel dadurch ausgelöst, dass Feuchtigkeit eindringt und der Bewehrungsstahl rostet. Dadurch vergrößert sich sein Volumen, der Beton wird sozusagen abgesprengt.

Welche Auswirkungen die Sperrung auf den Schulbetrieb hat, ließ sich zunächst nicht in Erfahrung bringen. Während sie früher auch als Veranstaltungsort genutzt wurde, spielt die Aula für das öffentliche Leben in Altena schon lange keine Rolle mehr – abgesehen vielleicht von der Ästhetik. Auch wegen seiner sehenswerten, bunt verglasten Fenster hält mancher Fachmann das Gebäude für schützenswert. ▪ ben.-

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