Besucherrekord beim 3. Mittelalterfest in Altena

ALTENA - Mehr als 26 000 Besucher kamen in den letzten drei Tagen zum 3. Mittelaltermarkt. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um fünf Prozent. Freikarten und Kinder, die unter Schwertmaß-Länge freien Eintritt hatten, nicht mitgezählt.

Samstag gab es einen leichten Besucherknick, der vom Sonntag aber mehr als wett gemacht wurde. Deshalb verlängerte das Orga-Team das Fest gestern spontan um zwei Stunden und weitete den Shuttle-Service noch deutlich aus.

Und wer kam, bekam allerhand zu sehen: Der Schaukampf der tapferen Ritter zu Beraun waren sicherlich der Zuschauermagnet. Hoch zu Ross mit Lanze, Schwert oder Pfeil und Bogen kämpften sie - mit lautstarker Unterstützung des Publikums.

Fotos vom Freitag

3. Mittelalterfest in Altena - Fotos vom Freitag

Doch auch die Greifvogelschau faszinierte. Ob im Oberen Burghof oder auf der Lenneuferstraße in Höhe der Post: Die Besucher gingen auf Tuchfühlung mit den sonst scheuen Greifen.

Fotos vom Samstag

3. Mittelalterfest in Altena - Fotos vom Samstag

Schabernack und mittelalterliche Musik waren ebenfalls keine Seltenheit. Rund um die Musikbühne versammelten sich immer wieder Besucher - Unterhaltung war an diesem Standort garantiert. Zaubereien, Luftartistik, Märchenerzähler und die Hexe Salomea sorgten für weiteren mittelalterlichen Flair, der zwar mystisch und manchmal auch unheimlich war, aber gerade deshalb neugierig auf das fremde Neue machte.

Fotos vom Sonntag

3. Mittelalterfest in Altena - Fotos vom Sonntag

Das Leben im Mittelalter, egal ob Früh-, Hoch- oder Spätmittelalter, war meistens ein harter Überlebenskampf. Der wurde beim 3. Mittelaltermarkt in der Altenaer Innenstadt zwar nicht in erster Linie dargestellt - doch wer mit offenen Augen entlang der Heerlager oder des Wikingerdorfes schlenderte, konnte einen Eindruck vom erschwerten Leben längst vergangener Zeiten einfangen. Doch Trübsal war auf den Straßen ein Fremdwort. Ritter, Hexen und Gaukler lockten wieder tausende Besucher aus nah und fern in die Burgstadt - viele von ihnen flanierten im mittelalterlichen Gewande über die Straßen und Plätze, ließen die Eindrücke der Verkaufsstände auf sich wirken, und nutzten die Möglichkeit herzhafte Gaumenfreuden oder süße Leckereien in großer Runde zu genießen. Viele Stände boten der Epoche entsprechende Dekorationsartikel, Schmuck oder Kleidung an; wer nicht schon als Ritter oder holde Maid gekommen war, hatte keine Probleme, sich zu verwandeln. Verschiedene Kampftechniken wollten in erster Linie Jungen, das Schönschreiben nach alter Schrift aber die Mädchen ausprobieren.

von Susanne Riedl

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