Diesen Gegenstand verlieren die Altenaer besonders oft

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An ein eigenes Brett hängt Kerstin Sonntag die gefundenen Schlüssel.

Altena – Die Zahl der Dinge, die im Fundbüro landen, nimmt ab. Doch eine Sache verlieren die Altenaer besonders oft. 

Nein, Omas Gebiss und Opas Glasauge lagerten noch nicht im Fundbüro. Doch es wird allerhand abgegeben bei Kerstin Sondermann an der Lüdenscheider Straße 25. Vor allem nach Großveranstaltungen wie dem Mittelalterfest oder dem Schützenfest steige die Zahl der Sachen, die im Fundbüro landen, regelmäßig spürbar an, sagt Kerstin Sonntag, die das Fundbüro seit fünf Jahren leitet. 

Was wird denn in Altena so alles gefunden? „Es sind sehr viele Schlüssel dabei“, erzählt Sonntag. Sie machen etwa die Hälfte aller Fundstücke aus. In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden 42 Fundsachen an der Lüdenscheider Straße abgegeben. 

Die Top Vier der Fundstücke: 

Schlüssel en masse

Schlüssel zählen zu den Besitztümern, die in der Burgstadt besonders häufig verloren gehen und den Weg ins Fundbüro finden. Sie machen etwa die Hälfte des jährlichen Fundaufkommens aus. Darunter sind viele Autoschlüssel. Für die Schlüssel gibt es im Lagerraum des Fundbüros ein eigenes Schlüsselbrett. 

Brillen bleiben in Banken liegen

Sehhilfen zählen ebenfalls zu den Gegenständen, die gerne mal irgendwo vergessen werden. „Brillen bleiben gerne in Banken liegen“, sagt Kerstin Sonntag aus eigener Erfahrung. 

Wenn's besonders persönlich wird

Ringe sind oft wichtige Erinnerungsstücke, gerade wenn es sich um Ehe- oder Verlobungsringe und Geschenke handelt. Wird ein Ring vermisst, gehen oftmals Anfragen der Besitzer beim Fundbüro ein. 

Kerstin Sonntag macht sich für den Fall, dass der gesuchte Ring noch nicht abgegeben wurde, Notizen mit Namen, Telefonnummer und einer Beschreibung des Rings. 

Immer weniger Fahrräder 

Räder werden immer seltener im Fundbüro abgegeben. Waren es früher bis zu zehn Drahteseln jährlich, so ist die Zahl seit einigen Jahren eingebrochen. „Wir bekommen kaum noch Fahrräder“, sagt Kerstin Sonntag. 

Abgabe ist Pflicht

Was sicherlich nicht jeder weiß: Finder sind nach dem Fundrecht verpflichtet, Stücke bei entsprechenden Stellen der Stadtverwaltung im Ordnungsamt oder bei der Polizei abzugeben. Dort wird eine Fundanzeige aufgenommen. 

Dabei werden die Fundsache, der Fundort und die Fundzeit sowie die Personalien des Finders festgehalten. Der Finder sollte sich die Abgabe der Fundsache seinerseits durch eine Quittung bestätigen lassen. 

Bleiben Brille, Schlüssel und Co. im Fundbüro liegen, werden sie in vielen Städten versteigert. Die Einnahmen der Versteigerung fließen dann in den städtischen Haushalt.

Finder hat Recht auf Fundsache

Einmal, zu Zeiten von Ordnungsamtsleiter Beckmerhagen, hat es eine Versteigerung auch in der Burgstadt gegeben. Ob eine solche Veranstaltung jemals wiederholt wird, ist offen. Wenn ein Fundgegenstand nicht abgeholt wird und der Finder ihn auch nicht haben möchte – rechtlich hat er Anspruch auf das Fundstück – geht der Gegenstand in das Eigentum die Stadt über

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