„Besser als Tempolimit“

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Auf den ersten Blick nicht leicht nachzuvollziehen scheint die Warnblink-Haltestelle oberhalb der ehemaligen Firma Herberg an der Landstraße 698. ▪

ALTENA ▪ Sind die „Warnblink-Haltestellen“ für Busse überall im Stadtgebiet sinnvoll und richtig platziert? Autofahrern kommen immer wieder Zweifel. Angeführt werden dann Beispiele aus der Nette und von der Landstraße 698 zwischen dem Abzweig Pleuger und der Ortslage Dahle.

Zum Beispiel die Haltestelle oberhalb der ehemaligen Firma Herberg an der L 698. Hier gibt es eine Busbucht. Der Verkehr darf hier aber 100 Stundenkilometer fahren. Das Ordnungsamt verweist darauf, dass hier zumindest zum Zeitpunkt der Anordnung – im Jahr 1995 – regelmäßig Schulkinder ein- und ausstiegen, zudem waren hier zwei Firmen angebunden; eine ist es immer noch. Für die Fußgänger bestehe bei hohem Tempo vorbeifahrender Wagen eine zu große Gefahr.

Gleiches gelte an der einige hundert Meter weiter gelegenen Haltestelle Marlinghaus, nur sei hier die Gefahr für Fußgänger noch größer, weil es de facto keinen Gehweg gibt. Auch hier hält eine Schulbuslinie.

Etwas anderes verhält sich die Situation an Haltestellen wie „Sammelteich“ oder „Westfälische Union“ in der Nette, wo für Fußgänger keine Veranlassung bestehen dürfte, die Straßenseite zu wechseln. Hier haben die Blink-Haltestellen nach Auskunft des Ordnungsamtes die Funktion, den Verkehr kurzfristig herunterzubremsen. „Das ist sinnvoller, als ein dauerhaftes Tempolimit zu erlassen“, so Ordnungsamt-Mitarbeiter Rainer Hoffmann mit Hinweis darauf, dass die tägliche Zahl der Busse letztlich überschaubar ist. Es handele sich auch um Kurvenbereiche, die nicht weit einsehbar seien.

In der Burgstadt gibt es insgesamt über 100 Bushaltestellen. Nur zwei Dutzend davon sind als „Blink-Haltestellen“ ausgewiesen. „Da hat man sich also damals etwas bei gedacht“, meint Rainer Hoffmann. Der Einführung vorausgegangen waren Ortstermine mit Polizei und Märkischer Verkehrsgesellschaft. ▪ tk

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