250 Menschen besuchen Christmette in St. Josef

Pastor Herrmann Josef Lösing segnet die Krippe nachdem ein Kommunionkind das Jesukind aufgestellt hat.

NACHRODT ▪ Am Heiligen Abend sind rund 250 Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde St. Josef in Nachrodt zur Christmesse gekommen. Alle Sitzplätze waren besetzt, so dass viele Gläubige stehen mussten.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand natürlich das Krippenspiel, das von den Kommunionskindern und einigen Messdienern aufgeführt wurde. Es handelte sich hierbei um die klassische Variante des Spieles, das Hirten, Engel, Maria, Josef und das Christuskind umfasste. Dieses Krippenspiel zog sich über die gesamte Dauer der rund anderthalbstündigen Messe. Begleitende Worte sprach Pastor Herrmann Josef Lösing.

Er wies darauf hin, dass die Weihnachtsbotschaft noch heute so aktuell sei wie vor 2000 Jahren. Denn die Hirten seien zu der damaligen Zeit Menschen „zweiter Klasse“ gewesen. Warum sei daher ausgerechnet ihnen die frohe Botschaft verkündet worden und nicht einem hohen Repräsentanten der damaligen Regierung? Die Worte Lösings stellten die kleinen Darstellerinnen und Darsteller gekonnt nach. So saßen die Hirten um ihr Feuer, als ihnen zwei Engel erschienen und die Botschaft verkündeten. Sofort machten sich die Hirten auf den Weg zur Krippe, um das neugeborene Kind zu begrüßen. In der Zwischenzeit waren auch die Heiligen Drei Könige eingetroffen, um dem Kinde zu huldigen. Ergänzt wurde das Spiel der Darsteller durch die Schilderung der Geschichte zweier Messdiener, die sich im Hintergrund der Szenerie aufhielten.

Die Gemeinde war sehr angetan von diesem Krippenspiel. Am Ende des Gottesdienstes erhielten die Darsteller daher großen Applaus. Trotz der Tatsache, dass die beteiligten Darstellerinnen und Darsteller das Spiel insgesamt nur vier Mal proben konnten, war es eine durchaus beeindruckende Leistung.

Beeindruckend auch: Die große Krippe, die neben dem Altaraufgestellt war. Augenscheinlich fehlte nichts. Dort waren die Hirten, die Engel, die Tiere, der Weihnachtsstern. Auch Maria und Josef waren zu sehen. Doch bei genauerem Hinsehen musste der Betrachter feststellen: Da fehlt doch was. Und das war das Christuskind in seiner Krippe. Dessen Figur jedoch wurde nach Ende des Krippenspiels traditionsgemäß von einem Kommunionskind hinzugefügt. Erst dann segnete und weihte Pastor Lösing die Krippe.

Die gesamte Messe wurde sehr feierlich begangen. Zu deren Beginn als auch deren Ende zündeten die Gläubigen Kerzen an. Dabei wurde fast die gesamte Beleuchtung in der Kirche gelöscht. Dieser sehr emotionale Moment führte dazu, dass einige der anwesenden Gemeindegleider ihre Tränen nicht zurückhalten konnten.

Das ganz hervorragende Krippenspiel, die eindringlichen Worte Pastor Lösings und insbesondere die gekonnte, musikalische Begleitung der Messe durch Leonie Kerkmann (Klarinette) und Regina Kerkmann (Querflöte) machten den Gottesdienst zu einem besonderen Erlebnis, das sicher vielen der Besucher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare