An der Kirche in Dahle

Spaziergang zwischen Skultpuren: Kunst-Garten öffnet

Kunst und Bildhauerei sind die Leidenschaften von Pfarrer Uwe Krause. Nun zeigt er einen Querschnitt seines Schaffens.
+
Kunst und Bildhauerei sind die Leidenschaften von Pfarrer Uwe Krause. Nun zeigt er einen Querschnitt seines Schaffens.

Ein besonderer Skulpturen-Garten öffnet am Sonntag, 2. Mai: Dann können Interessierten in Pfarrgarten und Kirche sehen, was der Pfarrer in seiner Freizeit am liebsten tut.

Altena – Eigentlich wollte der Dahler Pfarrer Uwe Krause schon Ende Januar eine Ausstellung mit seinen Skulpturen und Bildern eröffnen – coronabedingt wurde daraus nichts. Ausstellungen sind nach wie vor nicht erlaubt, wohl aber Spaziergänge.

Auch in Kirchen darf man sich aufhalten. Deshalb hat Krause seine Werke in der Kirche und im Dahler Pfarrgarten so drapiert, dass man sie bei einem Bummel durch Garten und Kirche (bitte immer im Uhrzeigersinn) anschauen kann. Eine Vernissage gibt es nicht, dafür aber eine Gottesdienstreihe mit dem Titel „Sprechende Steine“.

Torso steht im Gartenbeet

Sie findet am 2. Mai, 13. Mai (Himmelfahrt) und 23. Mai (Pfingstsonntag) jeweils um 10 Uhr im Pfarrgarten statt. Dazu werden die Gemeindeglieder wieder per Glocken gerufen, weil deren Reparatur abgeschlossen ist.

„Maria, Mutter des Lebens“ heißt eine der Skulpturen. Ein Torso, den man in einem Beet im Pfarrgarten findet. Das dazu passende Bild hängt in der Kirche. Der Pfarrer hat nämlich nicht nur die Bildhauerei als neues Hobby für sich entdeckt, sondern auch die Fotografie als alte Liebhaberei wieder aufleben lassen.

Werk zu 30 Jahre Wiedervereinigung

Viele, aber nicht alle Werke zeigen christliche Motive, So trifft man einerseits auf den starken Arm Gottes, den man aus dem Weihnachtsgottesdienst der Gemeinden Dahle und Evingsen kennt, andererseits aber auch auf „Solidarität und Recht und Freiheit“. Dieses an die Nationalhymne angelehnte Werk schuf Krause zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung.

Seine Liebe zur Bildhauerei hat der Pfarrer entdeckt, als Steinmetze die Südseite der Dahler Kirche sanierten. Der Pfarrer interessierte sich für ihre Arbeit, ließ sich von ihren Erfahrungen berichten. Seine Fertigkeiten erarbeite sich der Theologe schließlich autodidaktisch, nahm dabei auch ein Standardwerk für Ausbildung und Praxis der Steinmetze zur Hilfe sowie theoretische Bände.

Im Handwerk von den Eltern geprägt

Das bevorzugte Material des Dahler Pfarrers ist Sandstein, seltener Grauwacke. „Die Natur hat Sand in Jahrmillionen Erdgeschichte zu Sandstein recycelt“, schreibt er in einem Begleitbuch zur Ausstellung. „Jahrhundertelang wurde der Stein für Bauwerke mühsam gebrochen und behauen. Soliden Bauernhäusern, repräsentativen Kirchen, Rathäusern und Denkmälern verleiht der Naturstein bis heute ihren Charme.“

„Sandstein in seiner ganz unterschiedlichen Härte, Färbung und Körnung begann mich zu faszinieren. Die Steine begannen zu sprechen. Ich konnte nicht widerstehen und fing an“, erinnert sich der Theologe. Zugute kam ihm eine handwerkliche Vorprägung durch das Elternhaus – deshalb habe er weniger Pflaster benötigt, als manche vermutet habe, meint er.

Die Ausstellung wird von einem Buch begleitet, das auf 44 Seiten neben Texten auch die Exponate dokumentiert. Es kostet elf Euro und ist bei Schreibwaren Appelhans in Dahle und in der Buchhandlung Katerlöh erhältlich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare