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Besonderer Hilfseinsatz nach der Flut

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Von: Janine Tokarski

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Spontane Helfer: Die Teilnehmer einer Qualifizierungsmaßnahme in der SIHK-Akademie fuhren nach Altena, um beim Aufräumen nach der Flut zu helfen.
Spontane Helfer: Die Teilnehmer einer Qualifizierungsmaßnahme in der SIHK-Akademie fuhren nach Altena, um beim Aufräumen nach der Flut zu helfen. © SIHK

Schlamm schaufeln statt Pneumatik pauken: Ganz spontan beschlossen Teilnehmer einer Qualifizierungsmaßnahme der SIHK, nach der Flut in Altena zu helfen. Sie erlebten Tage, die sie nie vergessen werden.

Altena – Teilnehmer, die vor Kurzem eine Qualifizierungsmaßnahme in der Technischen Bildungsstätte Lüdenscheid der SIHK-Akademie begonnen haben, sind unmittelbar nach dem verheerenden Hochwasser in Altena als Helfer eingesprungen. Die Ausbilder Heinz Strubel und Olaf Klinkerfuß hatten spontan die Idee, mit ihrem Kurs aktive Nachbarschaftshilfe zu leisten. Nach Absprache mit der Arbeitsagentur und dem Jobcenter fuhren sie nach Altena und halfen dort bei den Aufräumarbeiten.

Statt sich mit Pneumatik, Hydraulik und Zerspanungstechnik zu beschäftigen, schüppten die Teilnehmer zwei Tage lang Schlamm, beseitigten Trümmer und schleppten Sperrmüll. „Das waren Bilder, die ich sonst nur aus dem Fernsehen und von Katastrophenfilmen kannte“, schildert Zsolt Kalikin seine Eindrücke.

„Frauen geschuftet wie Schwergewichtskämpfer“

So verheerend das Ausmaß der Zerstörung in Altena war, so begeistert zeigen sich die Teilnehmer der SIHK-Akademie von der Arbeit, die vor Ort von Anwohnern und anderen Helfern geleistet wurde. „Da waren Frauen, die haben geschuftet wie Schwergewichtskämpfer“, sagt der 29-jährige Eduard Echner.

Und auch die Anerkennung vor Ort rührt die Helfer. Ob Berliner in Herzform oder Mittagessen von einer Metzgerei – die Altenaer zeigten sich sehr dankbar.

Hilfsaktion schweißt zusammen

Dankbar sind auch die Teilnehmer der Qualifizierung. Sie sind sich sicher, dass sie außer Muskelkater und Rückenschmerzen auch eine große Portion Stolz und ein neues Gruppengefühl mit zurück in die Lüdenscheider Bildungsstätte genommen haben.

Das sieht auch Ausbilder Olaf Klinkerfuß so: „Keiner von den Jungs war sich zu schade. Die standen teilweise bis zur Hüfte im Schlamm. Das wird die Gruppe zusammenschweißen und sich durch die ganze Umschulung ziehen.“

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