Besitzer des Elbenhauses gibt Pläne für Altena auf

Nach einer für ihn „herben Absage der Evangelischen Kirche von Westfalen“, zieht sich Heinz-Georg Schier aus Altena zurück.

Altena -  Eins möchte Heinz-Georg Schier klar stellen: „Ich verlasse Altena nicht aus Frust.“ Und doch ist dem Betreiber des „Elbenhauses“ der Ärger der vergangenen Wochen deutlich anzusehen. Ein privates Problem zwinge ihn nun, im ursprünglichen Geschäft in Paderborn aktiv zu werden.

Das Altenaer „Elbenhaus“ werde er daher bis Ende Januar nur noch sporadisch öffnen. Danach werde er das Geschäft aufgeben. Grund sei vor allem der gescheiterte Kauf der Reformierten Kirche.

Er und seine Frau hatten sogar überlegt, aus dem Paderborner Land in die Burgstadt zu ziehen. „Dabei kam uns der Kauf oder die Anmietung der leerstehenden Reformierten Kirche in den Sinn“, sagt Schier. „Meine Frau und ich lieben das Besondere und das haben wir in diesem Haus gefunden.“

Schier und seine Frau wollten aus der ehemaligen Kirche ein Wohn und Geschäftshaus machen – zusätzlich zum Elbenhaus, das sie dann weitergeführt hätten. Erste Verhandlungen seien auch durchweg positiv verlaufen. „Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier und die Vertreter der Presbyteriums waren sehr angetan. Vieles sprach dafür, dass wir es auf die Reihe bekommen würden“, schildert Schier seinen Eindruck der Verhandlungen. So habe er aufgrund seiner positiven Erwartungen am heimischen Bauernhof in Delbrück bei Paderborn bereits erste Tiere verkauft. „Dann kam ein Schreiben der Evangelischen Kirche von Westfalen. Sie wünschten nicht, dass dort esotherische oder buddhistische Waren verkauft werden“, gibt Schier die Absage wieder. „Ich bin Buddhist und war entsetzt. Eine solche Arroganz hatte ich nicht erwartet.“

In einer Stellungnahme der Evangelischen Kirche von Westfalen auf eine Anfrage unserer Zeitung heißt es: „...Kirchen sind und bleiben aber sehr wohl Orte von besonderem Charakter. Ungezählte Glaubens- und Lebenserfahrungen verbinden sich mit Kirchräumen. Deshalb soll nichts geschehen, was diesem besonderen Charakter widerspricht.“ Und: „Ein klares Nutzungskonzept lag nicht vor.“ Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier bestätigte lediglich, dass die Verhandlungen gescheitert seien. Zu genauen Gründen äußerte er sich nicht. Vor dem Eindruck der Absage der Evangelischen Kirche haben Schier und seine Frau ihre Pläne für Altena aufgegeben. Stattdessen wollen die beiden im Paderborner Raum eine weitere Filiale ihres Stammgeschäftes eröffnen. Bis dahin werde er das „Elbenhaus“ nur noch sporadisch öffnen – je nach Lust und Wetterlage.

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