SPD beschreitet neue Wege

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Irmgard Ibrom. ▪

ALTENA ▪ Die Sozialdemokraten haben am Donnerstagabend ihre Führungsriege ein wenig umgestaltet: Sie wählten einstimmig Irmgard Ibrom zur stellvertretenden Vorsitzenden. Ihr Schwerpunkt soll die Personalentwicklung und -Qualifizierung innerhalb der Partei sein. Ibrom als erfahrene SPD-Kraft tritt die Nachfolge von Dorina Mertins-Richter an, die das Amt erst im Oktober vergangenen Jahres übernommen hatte.

In einem kurzen Rückblick auf die letzten Monate und den Neubeginn der Partei nach Querelen und einer Abspaltung sagte der Vorsitzende Matthias Bergfeld: „Es hat mit Turbulenzen begonnen, aber das haben wir mittlerweile ganz gut im Griff.“ Einen Rest von Wirbel gebe es nur noch „wegen einer Person, die immer für Turbulenzen sorgt.“ Die Partei bringt es derzeit auf 170 Mitglieder; fünf weniger als vor einem Jahr.

Dass Landtagsabgeordneter Michael Scheffler unter den Gästen einer sozialdemokratischen Versammlung war, kann nicht als ungewöhnlich gelten. Wohl aber, dass auf der Rednerliste der SPD gleich zwei Ortsvorsteher aus dem Lager der CDU standen. Hier ging die Partei einen interessanten, neuen Weg: Dahles Ortsvorsteher Helmar Roder berichtete über den Stand des Dahler Dorfladen-Projektes, und der Rahmeder Ortsvorsteher Peter Semme über die Entwicklung in Sachen Aldi-Markt. Beide Vorträge könnten für künftige Schritte in der Rahmede einige Bedeutung haben. Semme berichtete, wie er nach dem Bekanntwerden von Schließungsgerüchten 1 500 Unterschriften für den Erhalt des Marktes gesammelt habe. „Die Firma macht keine Aussagen“, so Semme. Seine persönliche Schlussfolgerung aber sei: „Das Kind ist in den Brunnen gefallen.“ Ende dieses Jahres oder Mitte 2011 dürfte der Discounter verschwunden sein.

Vor dem Hintergrund einer gefährdeten Nahversorgung klang das Dahler Vorhaben natürlich interessant. Eigentlich heißt es „Dorv“-Projekt (Dienstleistung und ortsnahe Rundumversorgung). Im Mittelpunkt soll die Einrichtung eines Ladens für frische Lebensmittel stehen, die es außer am Markttag im Dorf nicht gibt. Dabei sollen aber Handwerk, Behörden und ehrenamtliches Engagement in Form einer Tauschbörse in das Ladenkonzept integriert werden. ▪ tk

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