„Von dir träum ich nicht“

Poetry Slam begeistert - Berthold Wagner in Altena klarer Sieger

Wolgang Noack, Harald Thöne mit Sieger Berthold Wagner (Mitte) und Matthias Wagner und Heinrich Gebrande. 

Altena - Etabliert hat sich der Poetry Slam in der Altenaer Kulturlandschaft. Keine Frage. Bereits zum sechsten Mal fand diese Veranstaltung statt und die Burg Holtzbrinck als Austragungsort war am Freitagabend gut besucht.

Sieben Slammer stellten sich dem altersmäßig gut gemischten Publikum. Durch den Abend führte Tlako gewohnt souverän als Moderator. Veranstalter war der Kulturring in Zusammenarbeit mit der Jugendförderung der Stadt Altena.

Ulrike Wagner, Miriam Rönneke, Lars Mrcyzek, Berthold Wagner, Karsten Wolfewicz, Matthias Wagner und Heinrich Gebrande traten in der ersten Runde gegeneinander an, anschließend teilte Tlako das Publikum in Gruppen ein, die dann die Punkte für die Slammer verteilten.

Dabei wurde viel diskutiert. „Das Altenaer Publikum ist ganz besonders, denn diese Intensität der Diskussionen habe ich in anderen Städten noch nicht erlebt“, lobte Tlako die Zuhörer. Die hatten es nicht einfach. Zu unterschiedlich waren die Texte: poetisch, witzig, nachdenklich.

Nach einer kurzen Pause, die Berthold Wagner musikalisch gestaltete, stand fest: In die zweite Runde hatten sich Miriam Rönneke, Matthias Wagner, Heinrich Gebrande und eben Berthold Wagner geslamt. Nach der Finalrunde standen die drei Sieger fest. Matthias Wagner mit der Frage nach dem Sinn des Lebens belegte den dritten Platz, Heinrich Gebrande kam mit seiner Story über „Die Frau aus Polen und ihrem Auto, das war gestohlen“ auf den zweiten Platz und Gewinner und ganz klarer Publikumsliebling war Berthold Wagner mit „Von dir träum ich nicht“. Allerdings hatte er den leichten Vorteil, dass seine witzig-frechen Songs in den Pausen viel Applaus beim Publikum fanden.

Wolfgang Noack, neuer Kulturring-Chef, zeigte sich bei der Preisverleihung begeistert: „Das ist eine coole Veranstaltung!“ Er sei vorher skeptisch gewesen, aber die Spontanität der Slammer und ihre Kreativität hätten ihn beeindruckt. Auch Harald Thöne fand lobende Worte und dankte dem Publikum, denn „ohne geht es nicht!“

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