Bernd Henrichs ermutigt zum Ausprobieren

Virtuelle Bibliothek: Onleihe für Einsteiger

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Bernd Henrichs, Bibliothekar aus Lüdenscheid, ermutigt Büchereinutzer zur Onleihe.

Altena - Bernd Henrichs ist ein Mann der ersten Stunde im Projekt Onleihe 24. Der Bibliothekar aus Lüdenscheid entwickelte die virtuelle Bibliothek mit und ist bis heute in der technischen Steuerungsgruppe aktiv, die es Altenaer Büchereinutzern ermöglicht, rund um die Uhr Medien auf ihre elektronischen Endgeräte zu laden.

Bernd Henrichs ist ein Mann der ersten Stunde im Projekt Onleihe 24. Der Bibliothekar aus Lüdenscheid entwickelte die virtuelle Bibliothek mit und ist bis heute in der technischen Steuerungsgruppe aktiv, die es Altenaer Büchereinutzern ermöglicht, rund um die Uhr Medien auf ihre elektronischen Endgeräte zu laden.

Wie es genau funktioniert, erklärte Henrichs am Montag in einem VHS-Seminar. Ein Leseausweis und ein Computer reichen aus, um sich im umfangreichen Angebot der Onleihe bedienen zu können. Viele Leser laden sich ihre Romane und Sachbücher auf E-Reader. „Nur Kindle-Nutzer sind nahezu aufgeschmissen bei der Onleihe“, weiß Bernd Henrichs. „Internet-Riese Amazon will seine Bücher über diesen Reader verkaufen und nicht, dass sich die Nutzer darüber Gratis-Lektüre bei ihrer Bücherei ausleihen.“

Viele Verlage teilen diese Auffassung und händigen Online-Bibliotheken die Lizenzen zum Verleih oft erst viele Monate später aus. „Obwohl wir bei heiß ersehnten Neuerscheinungen bis zu 30 dieser Lizenzen kaufen, sind wir als Bibliothekenverbund da arg benachteiligt“, bedauerte Henrichs gegenüber einem Dutzend interessierter Gäste im Lesecafé. Die Masse an Literatureinkäufen ist darin begründet, dass auch in der Onleihe gilt: Was weg ist, ist weg. Ein entliehenes E-Book kann nicht von einem zweiten Nutzer runtergeladen werden.

Die Abfrage der Onleihe zeigt aber an, ob das Buch vielleicht als physisches Exemplar in der Bücherei selbst erhältlich ist. Das System bietet übrigens noch viel mehr: Im Angebot sind auch Hörbücher, Tageszeitungen, Magazine und Lernprogramme. Weil mittlerweile 40 Bibliotheken der Onleihe angeschlossen sind, ist der Fundus riesig. „Denn alle zahlen in den Budget-Topf der Onleihe ein, wodurch selbst kleine Kommunen wie Altena ein Online-Angebot haben, wie eine Großstadt-Bibliothek“, so Henrichs.

Der Bibliothekar zeigte den Seminar-Teilnehmern live, wie man sich einloggt und wie ein Medium ausgeliehen wird - sowohl auf dem Notebook, wie auch auf dem Smartphone oder E-Reader. Interessanterweise hat die Onleihe seit ihrer Gründung mehr Erwachsene Nutzer angesprochen, als Kinder und Jugendliche, denen eine höhere Technik-Affinität nachgesagt wird.

Für Interessenten, die kein mobiles Endgerät besitzen, hält die Altenaer Bücherei sechs Tolino-Geräte bereit, auf denen bereits ein virtueller Nutzer angemeldet ist. Mit seinen Anmeldedaten können Einsteiger sich problemlos Medien ausborgen. „Wir helfen natürlich dabei!“ , sprach Büchereileiter Antonius Gusik fürs gesamte Team.

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